Europäischer  VERBAND FüR  Psychotherapie  (EAP)
Europäischer Verband für Psychotherapie (EAP)
 


Das Europäische Zertifikat für Psychotherapie (ECP) soll gewährleisten,

dass europäische Psychotherapeuten nach den Standards des EAP ausgebildet sind 

und ihre Mobilität innerhalb der Europäischen Union gewährleistet ist.




Der Verband wurde im Jahr 1991 in Wien, österreich, gegründet. 

Er vereinigt 160 Organisationen ( 13 nationale Dachverbände ) 

aus 26 europäischen Ländern und damit mehr als 50.000 Psychotherapeuten. 




Ich habe am 25. Februar 2002 das "EUROPEAN CERTIFICATE OF PSYCHOTHERAPY" vom EAP verliehen bekommen.







Straßburger Erklärung zur Psychotherapie von 1990


Diese Erklärung ist die Grundlage des EAP, in der er sich verpflichtet, 
      innerhalb Europas   Psychotherapie als einen eigenen, unabhängigen Berufsstand zu etablieren.


          1. Psychotherapie ist eine unabhängige wissenschaftliche Disziplin, dessen Praxis einen unabhängigen und freien Beruf darstellt.

          2. Die Ausbildung in der Psychotherapie findet auf einem vorgerückten, qualifizierten und wissenschaftlichen Niveau statt.

          3. Die Vielfältigkeit der psychotherapeutischen Methoden wird versichert und garantiert.

          4. Ein volles psychotherapeutisches Training umfasst Theorie, Selbsterfahrung und Praxis unter Supervision. 
                   Ausreichendes Wissen der verschiedenen psychotherapeutischen Prozesse wird erworben.

          5. Der Zugang zur Ausbildung erfolgt über verschiedene Grundausbildungen und Studien,  insbesondere in Human- und Sozialwissenschaften.



Straßburg, 21. Oktober 1990


 
 Bedingungen für die Verleihung des Europäischen Zertifikats für Psychotherapie (ECP)

    Details   



1. Die Gesamtdauer der Ausbildung beträgt 7 Jahre und umfasst nicht weniger als 3200 Stunden. 

Davon müssen die letzten vier Jahre in einer psychotherapeutischen Fachausbildung geleistet werden. 

In Zusammenarbeit mit den NAOs und den EWOs wird der EAP die Aufteilung der Ausbildungselemente bestimmen, deren Absolvierung für die Verleihung des Zertifikats nötig sind.




2. Die Ausbildung muss von einer Nationalen Anerkennungs-Organisation (NAO),

von der entsprechenden Europaweiten Organisation, sofern diese Mitglied des EAP ist,

und gegebenenfalls von anderen beruflichen Körperschaften, welche das ETSC für diesen Zweck anerkennt, anerkannt sein.




3. Supervision und Lehrtherapie müssen von Psychotherapeuten angeboten werden,

deren Ausbildung den Kriterien, welche für die Erlangung des ECP notwendig sind, entsprechen. 

Dies gilt auch für andere Kandidatinnen, wie auch immer der EAP diese benennen wird.




4. Die Ausbildung muss den EAP-Kriterien einer psychotherapeutischen Grundausbildung entsprechen und folgende Bereiche beinhalten:

4.1 Psychotherapeutische Selbsterfahrung oder Gleichwertiges

4.2 Theoretisches Studium

4.3 Praktische Erfahrung: Diese schließt genügend psychotherapeutische Praxis unter fortlaufender, der eigenen psychotherapeutischen Methode entsprechenden Supervision von mindestens 2 Jahren ein.

4.4 Praktikum in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder gleichwertige Berufspraxis



5. Abschluss der Ausbildung

5.1 Am Ende der siebenjährigen Ausbildung muss der / die  Ausbildungskandidatin 

persönliche, soziale und berufliche Reife nachweisen und sich verpflichten, 

nach den ethischen Richtlinien der jeweiligen Nationalen Anerkennungs-Organisation (NAO) zu arbeiten. 

Die NAO wird festlegen, wie dies von den Ausbildungseinrichtungen eingeschätzt werden soll.




5.2 Es wird eine Einschätzung sowohl der theoretischen als auch der praktischen Arbeit geben.

5.3 Der / Die Psychotherapeutin muss Mitglied einer Psychotherapievereinigung sein, 

die von der NAO anerkannt ist und befriedigende ethische Standards und Beschwerdestellen nachweisen können.

5.4 Der / Die Psychotherapeutin muss eine abgeschlossene Grundausbildung 

bei einer anerkannten Ausbildungseinrichtung 

sowie eine Fortbildung bei dieser oder einer anderen Ausbildungseinrichtung in derselben Methode nachweisen.