Verhaltenstherapie




Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen,
sondern unsere Sicht der Dinge.


(Epiktet)




Im Mittelpunkt der Kognitiven Therapieverfahren stehen unsere Kognitionen. Kognitionen umfassen unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen. Zu den Kognitiven Therapieverfahren gehören die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und die Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT).
Diese Therapieverfahren gehen davon aus, dass unser Denken einen großen Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen, verhalten und körperlich reagieren.
Diesen Zusammenhang zwischen unserem Denken, Fühlen und Handeln verdeutlicht

das ABC der Gefühle:

A - Situation
B - Bewertung der Situation als positiv, negativ oder neutral
C - Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten

Wenn wir eine Situation als erfreulich, gut oder schön bewerten, werden wir uns auch froh, glücklich und freudig erregt fühlen.
Bewerten wir eine Situation als schlimm, gefährlich, furchtbar, unerträglich, dann empfinden wir Depressionen, Angst, Wut, Enttäuschung, Unruhe, Anspannung, usw. Bewerten wir eine Situation als neutral, normal und in Ordnung, dann sind wir entspannt und ruhig. Das ABC der Gefühle macht deutlich, dass wir für unsere Gefühle verantwortlich sind. Das ist gut so, da wir deshalb Einfluss auf unsere Gefühle haben. Die Situation (A), können wir häufig nicht beeinflussen. Wir können jedoch unsere Bewertung (B) der Situation verändern.

Das ABC der Gefühle zeigt, dass andere uns keine schlechten oder guten Gefühle machen können. Wir sind für unsere Gefühle selbst verantwortlich. Und wir haben keine Kontrolle über die Gefühle der anderen.

Die Verhaltenstherapie basiert auf lerntheoretischen Ansätzen, wonach Verhalten erlernt ist und somit auch inadäquates Verhalten umgelernt oder gewünschtes Verhalten erlernt werden kann.
Um eine Verhaltensanalyse zu erstellen, ermitteln wir im Gespräch die Situationen, die Sie ändern möchten. Wir bedienen uns dazu der sogenannten S-O-R-K-C-Kette. Ziel dabei ist es, verursachende oder aufrechterhaltende Bedingungen von Reaktionen bzw. deren Lerngeschichte zu ermitteln.
Im weiteren Verlauf gehen wir je nach Symptomatik mit den geeigneten Strategien daran, den Teufelskreis zu durchbrechen und Lösungen für das jeweilige Problem zu erarbeiten.





Welche Probleme werden mit der Kognitiven Verhaltenstherapie behandelt?

  • Angststörungen: Panikstörungen, Phobien, Generalisierte Angstzustände, soziale Ängste, Posttraumatische Belastungsstörungen, Versagensängste,
  • Depressionen, Trauer, Ärger, Wut, Eifersucht, seelische Kränkungen und Verletzungen
  • Essstörungen: Übergewicht, Bulimie, Magersucht
  • Partnerschaftsprobleme wie Liebeskummer, Trennung, Scheidung
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen: Kopfschmerz, Rückenschmerz
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Arbeitsprobleme: Burnout, Überforderung, Stressbewältigung, Konzentrationsprobleme, Mobbing
  • Stottern, Tinnitus, Zwänge


Therapeutischen Strategien der kognitiven Verhaltenstherapie

  • Entspannungsverfahren, z.B. die Progressive Muskelentspannung
  • Atemtechniken, z.B. die Spontan-Entspannungs-Technik, die Bauchatmung
  • Selbstsicherheitstraining
  • Überprüfung blockierender Gedanken und Erarbeitung hilfreicher angemessener Gedanken
  • Verhaltensübungen, Vorstellungsübungen
  • Systematische Desensibilisierung
  • Konfrontationstraining




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