Fort A mit viel
Liebe aus dem
Dornröschenschlaf
geweckt
Historische
Festungsanlage
bewährt sich als
Freilufttheater
/ Tucholsky
Bühne zieht
positive Bilanz
am neuen
Spielort
Minden (jhr).
"Es hat sich
alles aufs Beste
angelassen",
erklärt Eduard
Schynol. Der
Vorsitzende und
Regisseur an der
Tucholsky Bühne
ist
hochzufrieden
mit der
vergangenen
Saison.
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Die Prinzen
des wach
geküssten
Fort A:
Eduard
Schynol,
Rudi Brune,
Allegro
Sprute,
Barbel Bode,
Edith von
Wrisberg und
Beate
Schweinsberger
(v. li.).
Foto: Jan
Henning
Rogge
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Am Samstag vor einer
Woche schloss sich
zum letzten Mal der
Vorhang für das
diesjährige
Sommerstück "Mutter
Courage". Zeit für
eine Bilanz - und
die fällt positiv
aus: "Jede
Vorstellung war
ausverkauft",
erzählt Eduart
Schynol, "nur eine
Vorstellung fiel aus
- wegen schlechten
Wetters. Alle
Erwartungen wurden
weit übertroffen."
Rund um den Spielort
entstehen nun neue
Ideen. "Wir planen,
hier auch Lesungen
und musikalische
Veranstaltungen
stattfinden zu
lassen", erzählt
Eduard Schynol.
Außerdem gibt es
Pläne für einen
Weihnachtsmarkt -
"Die sind aber noch
sehr vage", sagt
Edith von Wrisberg
(MI), die sich auf
politischer Seite
für die Nutzung des
Ortes durch die
Tucholsky Bühne
stark gemacht hat.
"Es ist wichtig, für
die rechte
Weserseite, einen
solchen
Kulturknotenpunkt zu
haben", begründet
sie ihr Engagement.
"Andere
Interessenten sind
schon da und werden
hier auftreten",
ergänzt Eduard
Schynol.
Nebenbei hat die
Tucholsky Bühne
gemeinsam mit dem
Lions Club Porta
Westfalica-Judica
auch noch Geld für
das Mindener
Sommerbad gesammelt.
2500 Euro kamen
durch verschiedene
Aktionen während der
Aufführungen
zusammen. Besonders
beliebt bei den
Gästen: Der "Mutter
Courage Teller", den
die Lions
Club-Frauen anboten:
Frikadelle, Wurst
und Gewürzgurke -
Deftiges zum
Brechtschen Drama.
"Wir möchten diese
Zusammenarbeit auch
künftig gerne
fortsetzen", erklärt
Bärbel Bode,
Präsidentin von
Judica.
In der Wintersaison
wird Eduard Schynol
zunächst auf alt
vertrautes
zurückgreifen:
"Rampenloch -Ten
years after" lautet
der Titel der
geplanten
Produktion. Freunden
der Bühne wird der
Titel bekannt
vorkommen. Zum
1200-jährigen
Stadtjubiläum
inszenierte der
Regisseur bereits
das Stück
"Rampenloch - Er nun
wieder". Nun wird es
eine aktualisierte
Version geben. Zwei
Prostituierte werden
darin die Mindener
Stadtgeschichte
Revue passieren
lassen, inklusive
Widukind und Karl
dem Großen - "Seriös
recherchiert, frivol
inszeniert", bemerkt
Eduard Schynol.
Im Sommer ist dann
neben einem
Kinderstück, "Zwerg
Nase" eine
Bühnenadaption des
Billy Wilder
Klassikers "Eins,
zwei, drei" geplant.
Das Publikum kann
gespannt sein, wie
diese
Ost-West-Kinokommödie
von 1961 ihren Weg
auf die Bühne im
Fort A findet.
Doch das alles liegt
noch in der Zukunft.
Auch Mutter Courage
Hauptdarstellerin
Beate Schweinsberger
ist zufrieden. "Es
war eine große
Herausforderung. Am
liebsten würde ich
gleich
weitermachen", sagt
sie. Auch der
jüngste Darsteller
ist noch ganz
begeistert. Der
siebenjährige
Allegro Sprute
spielte "einen
Bauernjungen, der
sterben muss".
Seinen Text kann er
noch auswendig. "Das
hat Spaß gemacht",
befindet er "- das
Sterben aber nicht
so."