11.06.2007

Geschichte pur in Preußenfestung
Historische Darsteller erinnern im Fort C an Zeit der Schlacht bei Minden vor 248 Jahren

Minden (mar). Lebendige Geschichte im Zeichen des 18. Jahrhunderts. Über Mindens Fort C flatterten am Wochenende das alte französische Lilienbanner und die britische Flagge in der Fassung von 1707.
 
Von Martin Steffen
Geschichtsdarsteller aus Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien waren an die Weser gekommen, um sich beim Lagerleben über die Schulter schauen zu lassen und um einen Vorgeschmack auf das Jahr 2009 zu geben. Dann jährt sich zum 250. Mal die Schlacht bei Minden.
 

Das blutige Aufeinanderprallen von Briten und Franzosen, jeweils mit deutschen Verbündeten, am 1. August 1759 gilt als eine der Weichenstellungen des Siebenjährigen Krieges (1756-1763). Der Sieg am "Minden Day" war eine Voraussetzung für die Vormachtstellung Großbritanniens und die Schwächung Frankreichs, besonders auch in Nordamerika.


Für 2009 sind deshalb auch in größerem Stil Geschichtsdarstellungen in freundschaftlichem Geist geplant. Militärisches und ziviles Leben in seiner ganzen Bandbreite zeigte sich drei Tage lang in Uniform und Zivilkleidung.



Das Interesse der Besucherinnen und Besucher weckten Handwerkszeug und Waffen, aber auch originalgetreue Zelte, zeittypischer Sprachgebrauch oder die am offenen Feuer zubereitete historisch korrekte Verpflegung.


Die friedfertige Dimension der Annäherung an kriegerische Zeiten schien dabei stets durch - ob beim gemeinsamen Gespräch am Abend oder auch während der Vorführungen tagsüber. Etwas genauer nahmen es die Männer und Frauen aus dem Mutterland der Geschichtsdarstellung nur in einem Punkt: Die Briten patrouillierten auch des Nachts durch das Fort C.
Fotos: Martin Steffen