Was sind BASEN und SÄUREN ?
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Säuren und Basen lassen sich am besten mit dem in Apotheken und Drogerien erhältlichen Lackmus- oder Indikatorpapier unterscheiden, denn die Zungenprobe ist nicht immer verlässlich und bei einigen Säuren und Basen auch lebensgefährlich. Lackmus ist der Farbstoff einer Flechtenart, der sich durch Säuren rot färbt. Auch Blaukraut wird bei Zugabe von Essig rot. Wird Lackmuspapier durch eine Flüssigkeit rot gefärbt, sagt man, "sie reagiert sauer". Die Bezeichnung Sauerstoff hat nichts mit einer sauren Reaktion zu tun, sondern ist historisch bedingt: Vor 200 Jahren hatte der Chemiker Lavoisier die Theorie, dass Säuren Sauerstoff enthalten. So entstand der wissenschaftliche Name Oxygenium, das heißt Säurebildner, auf deutsch Sauerstoff. Erst 100 Jahre später fand Justus von Liebig, dass Säuren Wasserstoffverbindungen sind.
Säuren bestehen demnach aus Wasserstoff (Hydrogenium, abgekürzt H) und dem sogenannten Säurerest (Sauerstoffverbindungen vor allem der Nichtmetalle Phosphor, Schwefel, Chlor und Kohlenstoff). Metalle, besonders die Erd- und Alkalimetalle Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, können den Wasserstoff der Säure ersetzen und mit dem Säurerest Verbindungen eingehen, die man Salze nennt und die nicht mehr sauer reagieren.
Für den Chemiker ist das Gegenteil von "sauer" nicht "süß", sondern basisch oder alkalisch. Denn die Erd- und Alkalimetalle können auch die Stelle des Wasserstoffs im normalen Wasser einnehmen. Es bilden sich basisch reagierende wässrige Lösungen, die sogenannten Alkalien oder Laugen. Als bezeichnenden "Rest" enthalten Basen nicht einfach nur Sauerstoff (symbolisch 0 für Oxygenium), sondern eine Gruppe aus Sauerstoff und Wasserstoff, die sogenannte Hydroxyl- oder OH-Gruppe. Basen färben rotes Lackmuspapier blau.
Basen und Säuren verbinden sich unter Wärmeentwicklung zu Wasser, das nicht mehr basisch oder sauer reagiert, und einem Salz (Neutralisation). Beispielsweise neutralisieren sich so gefährliche Lösungen wie Natronlauge und Salzsäure zu dem harmlosen Kochsalz.
Um die Stärke der Basen und Säuren zu bestimmen, benutzt man den pH-Wert (potentia hydrogenii, Wirksamkeit des Wasserstoffs). In wässrigen Lösungen spalten sich geladene Teilchen ab: bei den Säuren positive Wasserstoff- Ionen (H+), bei den Basen negative Hydroxyl-Ionen (OH-). Der pH-Wert ist ein Maß für die Konzentration der Wasserstoff-Ionen in einem Liter Lösung. Reines neutrales Wasser enthält gleich viele Ionen beider Gruppen, nämlich 10-7 oder ein Zehnmillionstel (oder 1 g in 10.000 Liter Wasser); pH 7 ist die vereinfachte Schreibweise, wobei nur noch der Exponent ohne das Vorzeichen angegeben wird. Alle Werte von pH 1 bis 6,9 gelten als sauer, 7 neutral und 7,1 bis 14 basisch.Ein Mindestmaß an Säuren benötigt der Organismus, da diese durch Verbrennung zur Energiegewinnung beitragen. Daher ist ursprünglich in der Natur keine Substanz absolut sauer oder basisch. Säuren und Basen sind aber nicht nur gegensätzlich, sie ergänzen sich auch. Am besten drückt dies die fernöstliche Betrachtungsweise aus. Dort war man bestrebt, im harmonischen Ausgleich mit der Natur zu leben, während wir im Westen gewohnt sind, alles einem dualistischen Prinzip (positiv - negativ, h
eiß - kalt) unterzuordnen.
Basen und Säuren im Körper
Beim gesunden Stoffwechsel entstehen hauptsächlich saure Endprodukte, besonders beim Abbau der Proteine, und Kohlendioxid beim Abbau der Fette und Kohlehydrate. Unter gewissen Bedingungen bilden sich spezielle Säuren, beispielsweise Milchsäure bei der Muskelkontraktion. Der gesunde Körper scheidet die überschüssigen Säuren über die Nieren und Lungen aus. Auf diese Weise wird ein Basen-Säure-Gleichgewicht mit dem schwach basischen pH-Wert 7,4 beibehalten. Dieser Vorgang wird durch eine basenüberschüssige Ernährungsweise unterstützt. Bei Störungen des Stoffwechselgeschehens oder Erkrankungen der Ausscheidungsorgane kommt es zur Übersäuerung (Azidose).Der Säureanteil in der Nahrung hat zu einem bestimmten Teil seine notwendige Berechtigung. Basenüberschüssige Nahrungsmittel (Gemüse, Keimlinge, Obst und andere) enthalten Salze (vor allem des Kaliums), deren Säureanteil bei der Verstoffwechselung zur Energiegewinnung "verbrannt" wird, wie der Biochemiker sagt. Die basischen Anteile bleiben übrig. Bei säureüberschüssiger Ernährung (Fleisch, Fisch, Eier und andere) fehlen diese Anteile. Dieser Umstand führt irgendwann zu Störungen im Basen-Säure-Haushalt: der Körper kann nicht mehr auf normal verfügbare basische Reserven zurückgreifen, um die hohen Säureanteile abzupuffern und auszuscheiden. Die erforderliche Ausscheidung anderer saurer Stoffwechselprodukte wird beeinträchtigt, die Ablagerung beispielsweise von Harnsäure im Gewebe nimmt zu, die Folge sind Rheuma, Gicht usw.
Je mehr Säuren in den Blutstrom gelangen, um so mehr werden die basischen Mineralstoffbestände im Körper abgebaut; in erster Linie wird zum Abpuffern der Säuren das basische Calcium dem Gewebe und den Knochen entzogen. Sind mit fortschreitender Übersäuerung die letzten Mineralstoffreserven erschöpft, versucht der Körperzellstaat - bevor er die Knochensubstanz anzapft - die überschüssigen Säuren als Schlacken-Depots in für den Blutkreislauf weniger wichtige Körperbereiche abzuschieben. In diesen Säurehalden werden ebenso alle für den Körperzellstaat nicht ausscheidbaren und hinderlichen Stoffwechselschlacken zunächst entladen; meistens in das tiefere Bindegewebe. Bei nächster Gelegenheit versucht er dann, diesen Abfall mit Hilfe des "Heilfiebers" abzubrennen, falls er nicht durch Antibiotikageschosse an diesem natürlichen Aufräumungsvorgang gehindert wird. Leider ist dies meistens der Fall mit der Folge, dass das gesamte Immunsystem geschwächt wird.
Wiederholt reagiert der Körperzellstaat mit der Notwehrmaßnahme Fieber, um den Entzündungsherd abzubrennen. Werden abermals Medikamente eingesetzt, entwickelt sich die gefährliche Kettenreaktion weiter: der künstlich unterdrückte Entzündungsherd verkapselt sich zuerst einmal, die Ursache Stoffwechselgifte und Säureschlacken ist jedoch nicht behoben. Diese verkapselten Herde geben weiter hin Giftstoffe in die Blutbahn ab, schwächen die Immunabwehr und wir selbst fühlen uns trotz besiegtem Fieber abgeschlafft. Bei der geringsten Belastungsprobe bricht unser Immunsystem zusammen und es kann zu einem massiven, für alle Organe gefährdenden Infekt kommen. Einerseits setzt die Schulmedizin künstlich erzeugtes Fieber (Hyperthermie) zum Verbrennen und Auflösen von Tumorzellen erfolgreich ein, bekämpft jedoch auf der anderen Seite diesen natürlichen Reinigungs- und Heilprozess. Je länger und massiver solche Azidose-Folgeschäden nur mit Symptombehandlung angegangen werden, um so schneller ersticken die gesunden Zellen in den Gift- und Schlackestoffen, die sich weiterhin anhäufen. Alle Pharma-Medikamente und der Stressfaktor "Sich-krank-fühlen" versäuern zusätzlich die Körperflüssigkeiten; dadurch leiden die gesunden Zellen zunehmend an Nährstoff- und Sauerstoffmangel, die Lebensenergie baut ab.Die Körperflüssigkeit ist für die Zelle, was die Erde für die Pflanze ist.
Ist der Stoffwechselprozess träge, verwandeln sich die nicht ausscheidbaren toten Zellen zu Säuren. Das daraus resultierende saure Milieu der Körperflüssigkeiten kann normale Zellen zu bösartigen Zellen (Wucherzellen) ausarten lassen. Azidität (Übersäuerung) in den Zellzwischenräumen greift Nervenzellen an, die mit dem Gehirn verbunden sind, während die sauren Säfte in der Zelle den Zellkern und das Zellwachstum schädigen.
Mit welchen Säuren belasten wir unseren Körperzellstaat?
Die Entfernung des Menschen in unserer Zivilisation von den Naturgesetzen und der Naturnahrung hat zunehmend mehr säuernde "Zuchtnahrung" auf den Markt gebracht. Kühe geben keine Sauermilch, noch trinkt diese ein Kalb oder eine Katze; auch ist die Muttermilch basisch. Alle erhitzten Milchsäureprodukte entziehen, wie alle anderen Säuren (Essigsäure, Gärungssäure etc.), dem Körper lebenswichtige Mineralstoffe; erstrangig den phosphorsauren Kalk aus den Knochen und weichen Geweben. Die pseudowissenschaftliche Propaganda "esst gesundheitsfördernde Milchsäure-Produkte" widerlegten der der deutsche Chemiker Fred W. Koch, in USA Prof. Pitts und Prof. Mc Clure. Prof. M. v. Ardenne stellte fest, dass das Herz den Säuretod stirbt, wenn im Zellgewebe ein pH-Wert von 6,2 (also saurer Bereich) vorliegt, der auf eine entsprechende Milchsäurekonzentration von pH 2,5 - 3,5 zurückzuführen ist. Testversuche mit Menschen ergaben, dass diese nach täglich wiederholten Milchsäureinjektionen ein extrem aggressives Verhalten zeigten. Es ist bekannt, dass Pflanzen in saurer Erde langsam eingehen: nachdem robuste Testpflanzen einige Wochen mit Milchsäure begossen wurden, starben diese bedeutend schneller ab.Wir schädigen unseren Zellstaat außer mit säuernden Zellschlacken mit säuernder Nahrung. Den Nieren obliegt die Aufgabe, überschüssige Säuren auszuscheiden, diese werden durch die tägliche Säureflut überbelastet (verursacht durch Stress, falsche Ernährungsweise, Chemie- und Umweltgifte). Die geschwächten Nieren können die durch säuernde Nahrung ständig im Körper entstehenden Säuren wie Essigsäure, Milchsäure und Schwefelsäure nicht mehr ausreichend ausscheiden; dadurch entsteht ein Rückstau der sauren Körpersäfte in den Lymphbahnen. Der Körper schwemmt auf, ist aufgedunsen (Wasserstau) und zeigt Ödeme, indem er versucht, die Giftstoffe durch Zurückhalten von Flüssigkeit zu verdünnen. Bei Versulzung der Säuren können die Lymphknoten anschwellen. Die sich immer mehr ausbreitende Pilzerkrankung Candida albicans, eine Begleiterscheinung der Azidose, schädigt durch Stoffwechselgifte (Ammoniak und andere) massiv die Leber und die Gehirnzellen.
Ein Überkonsum von Fett erzeugt ein saures Milieu
in den Körperflüssigkeiten. Das wasserunlösliche Fett (besonders wenn erhitzt) gelangt in die Arterien und verstopft die Kapillargefäße; die Versorgung der Zellen mitNährstoffen und Sauerstoff über das Blut wird dadurch behindert.
Der übliche übermäßige Proteinkonsum trägt beträchtlich zur Azidose bei.
Das überschüssige Eiweiß wird aufgesparten und zu Harnstoff abgebaut. Der menschliche Organismus kann nur ca. 2 % der Harnsäure neutralisieren, der Rest greift die feinen Filterkanäle in den Nieren an (s. Nützliche Aufklärung, Purine). Dieser Harnstoff veranlasst die Nieren zur vermehrten Wasserausscheidung (Harndrang) und damit werden die für die Säureneutralisation so notwendigen basenbildenden Mineralstoffe mit ausgeschieden; eine Mitursache von Caicium-, Kalium- und Magnesiumverlust. Purine sind nicht nur in tierischen Nahrungsmitteln, auch in den Genussmitteln wie Kaffee, Schwarztee, Kakao, also auch in Schokolade und Schokoladengetränken reichlich enthalten. Dies ist auch ein Grund, dass bei übermäßigem Verzehr dieser säurebildenden "Süchtigmacher" früher oder später Nierenschäden und Gicht auftreten. Die Nebennierenrinden beeinflussen weitgehend den Hormonhaushalt und sind von funktionstüchtigen Nieren abhängig. Lange bevor Nierenschmerzen eintreten, signalisiert die Niere Säurebelastung und Stoffwechselgifte mit angeschwollenen Lidern, dunklen Augenringen, aufgedunsenem Gesicht und Körper, Haut- und Haarproblemen, Augen- und Kopfschmerzen, kalten Füßen und Durchblutungsstörungen in Beinen und Bauchbereich.
Wissenswertes über Säureschäden
Unsere Erde ist mit 70 % basischen Gewässern bedeckt, wobei Meerwasser weitaus mehr Basenelemente enthält als Binnengewässer. Der pH-Wert von Meerwasser ist 8 bis 8,5. Sinkt der Wert durch Chemiesäuren und -gifte in Seen und Flüssen unter pH 6, verätzen die empfindlichen Kiemen der Fische und bei einem Abfall auf pH 5 sind unsere Gewässer tot (großes Fischsterben). Auch der menschliche Körper besteht zu 70 - 80 % aus Flüssigkeiten, die leicht alkalisch, d. h. basisch sein müssen, umüberhaupt eine gesunde Zellexistenz zu ermöglichen. Ebenfalls entwickelt sich das "neue Leben" im Mutterleib umgeben von basischem Fruchtwasser. Die westliche Medizin hat diese Tatsache zwar erkannt, jedoch nicht auf die Ernährungsweise ausgedehnt, welche grundlegend den Basen- oder Säuregehalt von Blutserum und Gewebesäften bestimmt. Der pH-Wert des Blutes liegt bei 7,4 und schon kleinste Abweichungen sind gefährlich.
Zu saures Blut wird dickflüssig;
dies bewirkt zuerst Blutdruckschwankungen, Stoffwechselstörungen, Herzüberbelastung und langsames Erschlaffen des Herzmuskels. Bei extremer Übersäuerung verdickt das Blut geleeartig; Blutstau ist die Folge, wodurch Herz- oder Gehirnschlag eintreten kann. Nun führen wir täglich unserem Körperzellstaat unwissentlich mit herkömmlicher Kost ein Zuviel an Säuren zu. Die Basen (Laugen) sind die Gegenspieler der Säuren und für deren Neutralisation notwendig. Eiweiße bilden Schwefel- und Phosphorsäure, Fette bilden Essig- und Milchsäure und die meisten fabrikbehandelten, teilzerstörten Kohlehydrate verstoffwechseln säurebildend. Diese schädigenden Säuren muss unser Zellstaat schnellstens mit Hilfe von basischen Mineralstoffen aus den Körperreserven neutralisieren und über Darm und Nieren ausscheiden. Fehlt es an basenbildenden Elementen wie Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium, muss unser Zellstaat diese für die Erhaltung der Zellfunktionen aus den Gewebesäften ziehen: Calcium aus den Knochen (Symptome: brüchige Haare und Nägel) und Kalium und Magnesium aus den Säften innerhalb der Zellen. Dies führt zum schleichenden Zellverfall einschließlich der Haarwurzeln. Bei Kalium- und Magnesiumschwund stellen die Nervenzellen ihre Arbeit als Impulsvermittler zusehends ein; daraus resultieren Spasmen, Krämpfe, Taubheitsgefühle, Gleichgewichts- und Stoffwechselstörungen bis hin zum Zustand "Koma". Das für den Stoffwechsel und die Muskeltätigkeit wichtigste Mineral Magnesium fehlt meistens in der heutigen mineralstoffarmen Ernährung.Die Theorie der östlichen Medizin, dass Zellsterben und die meisten Krankheiten nur im "sauren Körpermilieu" möglich sind, wurde inzwischen im Westen von namhaften Wissenschaftlern bestätigt. Es ist also eine Existenzfrage, wie wir unsere Körpersäfte im Basen-Säure-Gleichgewicht halten können.
Der Nobelpreisträger Prof. Warburg erforschte, dass auch Krebs eine Säurekrankheit ist; dazu zählen unter anderem auch Darm- und Nierenerkrankungen. Die Gesunderhaltung von Darm und Nieren ist ebenso lebenswichtig wie eine basenbildende Kost, die wir überwiegend aus Pflanzennahrung erhalten.
Jeder kennt die zerstörenden Auswirkungen des "sauren Regens" auf die Umwelt, doch über das "saure Körpermilieu" ist unsere westliche Zivilisation bisher noch wenig aufgeklärt. Die meisten Menschen leben heute mit übersäuerten Körpersäften, die ca. 70 Prozent unseres Körpergewichtes ausmachen.
Mit unserer denaturierten Zivilisationskost führen wir unserem Körper täglich 80 bis 90 % an säurebildender Nahrung und Getränken zu. Davon schmeckt das meiste nicht sauer, sondern süß, wird jedoch im Körper sauer verstoffwechselt. Alle mit Zucker und Süßstoffen angereicherten Nahrungsmittel und Getränke wirken säurebildend! Hinzu kommen die stark säuernden Hauptnahrungsmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, erhitzte Fette, Sauermilchprodukte, Käse, Teig- und Brotwaren. Ein Übermaß an Fett kann der Körper nicht verbrennen und lässt Essigsäure und Schlackezellen zurück. Der übermäßige Eiweißkonsum verursacht Harnsäuren. Die harntreibende Wirkung dieser Säuren bewirkt, dass die Nieren zuviel Wasser ausscheiden und gleichzeitig die lebenswichtigen Basenbildner Calcium, Natrium und Kalium mit ausschwemmen. Gerade diese Mineralien werden für die Neutralisierung von Säuren und für den Zellaufbau dringend benötigt.
Zucker, Süßstoff, Weißmehl, weißer Reis, chemische Zusatzstoffe und synthetische Arzneimittel enthalten säurebildende Elemente. Diese rauben die körpereigenen basenbildenden Mineralien, um den Säureüberschuss zu neutralisieren. Darmstörungen und Nierenschwäche (Harndrang, Durchfall oder Verstopfung) sind schon bei Kindern die Folgen von Körperübersäuerung. Durch das Übermaß an Zucker und Eiweiß gehen über die erhöhte Harnausscheidung die für Darm-, Nierenfunktion und Zellaufbau wichtigen Mineralien Calcium und Kalium verloren. Unverwertbares Fett und Eiweiß versucht der Körper in Form von Schleim, der mit zunehmenden Jahren zu Säurekristallen verhärtet und selbst bei Jugendlichen geschädigte Atmungsorgane, steife Gelenke und Durchblutungsstörungen verursacht, über Bronchien, Nase und Darm loszuwerden. Leider wird meistens diese Selbsthilfemethode des Zellstaates durch Symptomtherapien unterdrückt. Im Stoffwechselprozess entstehen ständig Säuren wie Schwefelsäure, Essigsäure und Milchsäure, die durch geschwächte Nieren nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden können und somit den Zustand Körperübersäuerung und Zellzerstörung beschleunigen.Übersäuerte Zellen werden strukturstarr.
Die erstarrten roten Blutkörperchen (Erythrozyten) verlieren ihre Beweglichkeit und die Fließfähigkeit des Blutes wird schlechter. Durchblutungsstörungen nehmen zu, auch können die erstarrten Blutkörperchen nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen (Atemnot). Es kommt infolge anaerober Verbrennung zur Verstärkung der lokalen Azidose, die Zellstarre nimmt weiter zu, was im Infarkt enden kann. Die Azidität (Übersäuerung) in den extrazellulären Flüssigkeiten (Gewebesäfte und Blut) zerstört die Nervenzellen, die mit dem Gehirn verbunden sind und in den intrazellulären Flüssigkeiten (innerhalb der Zelle) werden durch die Azidität die Zellkerne geschädigt. "Die Gefahr der Übersäuerung des Gewebes ist wesentlich größer als die Möglichkeit einer Überalkalisierung. Basen können bei genügender Trinkmenge gut ausgeschieden werden, Säuren werden dagegen als Salze im Körper abgelagert" (Dr. Sixt Hans v. Kapff). Es ist unsere Verantwortung unserem Körper gegenüber, das Blut dünnflüssig und die Blutbahnen durch eine sinnvolle Ernährungs- und Lebensweise schlackenfrei zu halten und ca. 80 % nicht säurebildende Nahrung zu essen und alle "Sauer-Macher" zu vermeiden!
Auch alle Getreidekörner, geschrotet, gebacken oder gekocht, sind säurebildend mit Ausnahme von Buchweizenganzkorn, Hirse, Mais und angekeimten Körnern. Durch den Keimprozess (mindestens 2 Tage) werden die Säureanteile (u.a. Phytinsäure) weitgehend im Getreide und in den Hülsenfrüchten abgebaut. Die Phytinsäure hemmt die Kalciumaufnahme und Eiweißspaltung.
Basische Nahrungsmittel und Getränke aus baumreifem Frischobst, Gemüse, Kartoffeln und Keimlinge halten das Basen-Säure-Gleichgewicht im Körper und neutralisieren den Überhang an schädigenden Säuren. Über eine reichhaltige Basennahrung gibt die Basen-Säure-Lebensmitteltabelle nähere Informationen.
"Zu viel Säure ist todbringend",
stellte Prof. Metschnikoff fest, da das eiweißhaltige Blut bei Säuerung eindickt. Die übliche Müdigkeit nach einem säurebildenden Essen mit vorwiegend Fleisch, Fett, Fisch und gekochtem Getreide ist uns wohlbekannt. Die Süßnachspeise erhöht zusätzlich die Blutazidität; auch das beliebte Aufputschmittel "schwarzer Kaffee" wirkt säuernd. Der saure Zustand "verdicktes Blut" belastet das Herz und den Kreislauf. Die Blutazidität schädigt das Atemzentrum, da verdicktes Blut weniger Sauerstoff aufnehmen kann. Das bedeutet auch weniger Sauerstoff für den Zellstoffwechsel und das Gehirn mit dem Resultat Abgespanntheit und Konzentrationsmangel.Nun entsteht nicht nur durch falsche Nahrungsauswahl ein Übermaß an Säuren im Körper. Hinzu kommen die Säuren, die durch Stress- und Spannungszustände von den körpereigenen Drüsen in das Blut gejagt werden. Auch ist erwiesen, dass durch Lärm- und Angstgefühle die Nebennierenrinden einen "Säurefluss" (selbsterzeugte Steroide) in das Blut ausschütten. Bei älteren Menschen, deren Blutgefäße durch abgelagerte Säureschlacken bereits verengt sind, kann es durch einen Schock zu einer geleeartigen Verdickung des Blutes kommen. Sowohl Blutstau als auch partielle Blutleere können die Folge sein, was zu Bewusstlosigkeit und sogar zu Gehirnschlag führen kann. Magenübersäuerung, Schweissausbrüche, Schwindel- und Übelkeitsgefühle sind die üblichen Folgeerscheinungen von Körperübersäuerung.
Das Übel "Körperübersäuerung"
wird als die epidemische Zivilisationskrankheit "AZIDOSE" bezeichnet mit vorwiegend folgenden Erscheinungsbildern: Ablagerungen von kristallisierten Säuren in Blutgefäßen, Muskeln, Gelenken, Binde- gewebe und Lymphgefäßen. Das übersäuerte Blut versucht schnellstmöglich, die Säuren in den schwächsten Durchblutungszonen an der Peripherie abzuladen, wie z. B. in Beinen, Schultern, im Nacken- und Kopfbereich, entlang der Wirbelsäule bis unter die Kopfhaut und zuletzt in den Gehirnzellen.
abgeschwächte Regenerationsfähigkeit, Infektionsanfälligkeit
chronische Antriebsschwäche, Ermüdung und Kältegefühl
depressive und aggressive Stimmungen, Ruhelosigkeit
Schlafstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
Schmerzempfindlichkeit, besonders der Zähne auf Kälte und Säure
Karies, Zahnfleischrückgang (Paradentose) und Zahnzerfall
Glanzloses Haar, Haarergrauen und Haarausfall
trockene fahle Haut, Hautrisse, Hautunreinheiten, Ekzeme
weiche, brüchige, gespaltene, gefurchte oder verdeckte Nägel,
Muskelkrämpfe, Ischias- und Gelenkbeschwerden
Rheumatische- und arterielle Beschwerden, Neuralgien
Reizungen und Brennen beim Harnlassen, übersäuerter Urin
Übersäuerter Magen, Schweiß-, Mundgeruch,
Darmprobleme: Verstopfung, Durchfall, Breistühle, Blähbauch
Zunehmende Verschleimung der Atemwege und Nebenhöhlen
Zu niedriger Blutdruck, Blutdruckschwankungen, Schilddrüsenstörungen
Der Selbstheilungsmechanismus des Körpers versucht immer, einen Säureüberfluss zu neutralisieren, indem zuerst Knochen, Nägel, Zähne und Haarboden entkalkt werden. Hiermit erklärt sich auch die zunehmende Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) und Haarlichtung schon bei jungen Menschen. Noch bevor Organschäden erkennbar sind, machen sich die verhärteten Säuren als Gelosen im Bindegewebe mit Orangenhaut und zwischen den Gelenken und Wirbeln mit Druckempfindlichkeit bemerkbar. Schlackenknötchen drücken schmerzhaft auf Nervenenden (Neuralgien) und wir können sie auch als "Nadelkristalle" an den Fußsohlen und unter der Kopfhaut durch Druck verspüren. Die Säurekristalle schmirgeln den Knorpel zwischen den einzelnen Wirbeln und in den Gelenken ab: Bandscheibenschäden mit Knorpel- und Knochenschwund sind die Folgen. Die haarfeinen Nervenenden werden durch die Säureablagerungen entlang der Wirbelsäule bis unter die Kopfhaut langsam abgeätzt, bis sie die Impulse von und zum Gehirn nicht mehr ausreichend übermitteln können; Muskel- und Gliederlähmungen sind häufige Folgen.
Arterienverschlackung und Rheumatismus
sind in den meisten Fällen auf eine jahrzehntelange Körperübersäuerung zurückzuführen. Der übliche Überkonsum an Eiweiß kann nicht verwertet werden und muss als Endprodukt Säure von den Nieren ausgeschieden werden. Dadurch entsteht eine tägliche Überbelastung der Nieren und es verbleiben zu viele harnsaure Salze im Organismus, woraus die Ablagerungen entstehen, die zu Rheuma, Arthritis und Osteoporose führen. Die einzelnen Zellmembranen sowie das gesamte Blutgefäßsystem verschlacken langsam schichtweise, bis die Zellfunktion zusammenbricht: dies bedeutet Zelltod! Eine solche Ansammlung von abgestorbenen Organzellen bietet zudem eine Schlackenhalde für Viren und Bakterien. Es besteht die Gefahr, dass so manche Schlackezellen sich der neuen sauren Umgebung anpassen und statt abzusterben überleben sie und entarten zu abnormalen, bösartigen Wucherzellen (Krebs, Tumore). Ein saurer Zustand der Körpersäfte hemmt die Nervenfunktionen und somit die Impulsübermittlung vom Gehirn zum Körperorgan und umgekehrt (Mitursache von MS). Wucherzellen können ohne Einschränkung unkontrolliert wachsen, da sie nicht mehr mit der Gehirnfunktion in Verbindung stehen; das ist das Stadium, wo Krebs beginnt, siehe hierzu das Buch "Stop dem Krebs und der MS-Erkrankung". Jede Art von Kranksein bewirkt einen überaziden Zustand in den Körperflüssigkeiten und bedeutet eine zusätzliche Belastung für den gesamten Organismus. Im fortgeschrittenen Stadium von Azidose lassen die verschlackten Adern und Gefäße die Blutzirkulation nur noch ungenügend zu.
Was für eine enorme Belastung ist es für das Herz, wenn es von Säuren verdicktes Blut durch verengte Blutgefäße pumpen muss! Kreislaufstörungen und Blutdruckschwankungen sind die Folgen. Durch die feinen Kapillargefäße gelangt außerdem nicht mehr ausreichend mit Nähr- und Sauerstoff angereichertes Blut unter die Kopfhaut, um die Haarwurzein zu versorgen.
Wenn wir die sauermachenden Fehlhaltungen in Ernährung und Lebensweise unserer Vorfahren übernehmen, verstärken sich natürlich die ererbten Schwachzonen im Körper: vorzeitiger Haarausfall oder Ergrauen, geschwächte Organfunktionen von Magen, Nieren und Leber, Blutarmut; Neigung zu Alkohol- und Zuckersucht. So ist ernährungswissenschaftlich erwiesen, dass Alkohol jeder Art den lebensnotwendigen Vitamin-B-Komplex (für Nerven, Gehirn, Haut und Haare) zerstört. Die Zucker- u. Süßspeisen-Überfütterung bei Kindern endet meistens mit Gärungen und zunehmenden Verschleimungen. Die daraus resultierende Zuckersucht leistet späterer Alkoholsucht Vorschub, da gärende Süßspeisen einen Alkohol übelster Sorte (Fusel) im Körper zurücklassen.
Täglicher Alkoholkonsum ist ein Vitamin-B-Räuber;
eine hohe Zufuhr von Vitamin-B-Komplex ist nötig, um degenerierende Schäden zu vermeiden. Wurden Leber oder Nieren der Eltern durch Gärungsalkohol zu Lebzeiten geschwächt, kann sich diese Organschwäche auf das Kind übertragen. Werden sich die Eltern über die Auswirkungen von Fehlernährung bewusst, können sie die geschwächten Organe ihrer Kinder durch spezifische Aufbaukost stärken (Kapitel Kalciummangel, Tipps für Eltern). Leider fehlt in den Schulen die Aufklärung über die biochemischen Auswirkungen der Nahrungssubstanzen im menschlichen Körper. Ein Unterrichtsprogramm für Körperbiochemie sollte den Vorrang vordem allgemeinen Chemielehrfach haben, damit sich wenigstens die jungen Menschen mit dem nötigen Wissen und der Entscheidungsfreiheit zur Nahrungswahl rechtzeitig vor Krankheiten durch Übersäuerung (Azidose) schützen können.
Ein weiteres häufiges Problem durch Übersäuerung konnte während der Hilfestellung bei Entsäuerungskuren beobachtet werden: junge Frauen befanden sich mit der Diagnose "Darmvirusinfekt" in ärztlicher Behandlung, der sich mit schmerzhaftem Brennen auf Blase und Vaginalbereich ausdehnte. Nur in einem gärungsaktiven Darm können sich solche Viren vermehren. Bei einem erst 30jährigen Ehemann führten diese Darmviren zu jahrelangen schmerzhaften Prostataleiden, Nierenschwäche undLibidoverlust. Natürlich ist der Gemütszustand von Frau und Mann durch das "leidliche Problem" empfindlich gestört. Es genügt nicht, Bakterien und Viren allein mit Medikamenten zu bekämpfen, sondern es muss ein gründliches Ausräumen der "Brutstätte" erfolgen. Eine anschließende Aufbaukost, die keine Gärung mehr verursachen kann (s. Trennkost) wird empfohlen. Darmbäder (Colonic-Therapie) als Basis der Darmsanierung bringen hier schnelle und wirksame Abhilfe.
(Quelle: "Stop der Azidose, Allergien und Haarausfall - Ursachen, Vorbeugung, Hilfen" von Halima Neumann)
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 02.06.2006 um 22:09 Uhr