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Depressionen und negative Haltung vorprogrammiert |
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Sauer macht nicht lustig - sauer tut weh |
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| Dr. med. Wolfgang May |
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Ein seit langem bekanntes Experiment gibt uns Auskunft über die Entstehung des Muskelschmerzes: Legt man einem Gesunden eine Binde um den Oberarm, die die Arterien und Venen abdrosselt, so treten Taubheitsgefühle im abgebundenen Teil des Armes auf, aber kein Schmerz. Erst wenn man den abgeschnürten Arm Arbeit verrichten lässt, treten heftige Muskelschmerzen auf. Ohne Sauerstoff entsteht bei der Energiegewinnung im Muskel Milchsäure. Dies verursacht die Schmerzen. Diese Muskelübersäuerung ist auch für die Herzschmerzen bei der Angina pectoris verantwortlich.
Unsere Lebensweise beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt
Die Nahrung kann sauer oder basisch sein. Sie kann - je nachdem, wie (hastig, wenig gekaut oder langsam, in Ruhe) und wie viel wir essen, gut im Verdauungstrakt verarbeitet werden oder sich teilweise zersetzen. Insbesondere bei der Gärung von Zucker und Kohlenhydraten entstehen dann zusätzliche Säuren. Bei körperlicher Bewegung atmen wir Sauerstoff ein und Kohlensäure aus. Schon durch zehn Minuten Dauerlauf (Joggen) atmen wir die gleiche Menge Kohlensäure (CO2) aus, wie wenn wir den ganzen Tag nur auf dem Stuhl sitzen.
Ein intakter Säure-Basen-Haushalt bildet eine Grundfunktion des Organismus. Übersäuerungszustände und daraus resultierende Erkrankungen sind jedoch häufig. Die übliche Nahrung ist säureüberschüssig und basische Kost kann "umkippen", wenn sie nicht richtig im Magen-Darmtrakt aufgeschlossen wird (Gärung), das heißt säureüberschüssig werden. Durch Fieber, Entzündungen und negativen Stress entsteht zusätzliche Säure.Belastungen durch äußere Gifte und innere Störungen (Entzündungs-, Eiterherde und so weiter) bewirken eine Übersäuerung des Lymphraumes. Mit der Zunahme von Säuren im Bindegewebe und in den Organzellen sinkt die Einsatzfähigkeit der körpereigenen Enzymketten und damit die Entgiftungsfähigkeit. Dies treibt den Säurepegel im Organismus noch weiter hoch und beschleunigt den krankhaften Prozess und verursacht Schmerzen.
Bei Übersäuerungszuständen kommt es zu einer Verminderung der Basenreserve und zur Regulationsstarre. Die 'normalen pH-Schwankungen im Urin sind bei einer Regulationsstarre nicht mehr nachweisbar (pH-Wert gleichbleibend 5).
Der Organismus besitzt mehrere Mechanismen, um überschüssige Säuren loszuwerden: Während Kohlensäure abgeatmet werden kann, können die Produkte aus dem Eiweißstoffwechsel nur über Stuhl, Haut und Nieren ausgeschieden werden.pH-Werte geben Aufschluss
Der Körper hat komplexe Systeme zur Regulation des Säure-Basen-Haushaltes. Die Ausscheidung von Säuren über die Nieren ist einer der wesentlichsten. Deshalb kann man aus dem Harn Rückschlüsse auf Säure-Basen-Verschiebungen im Körperinneren ziehen. Dies ist der Fall, weil der Harn beim Gesunden nicht den ganzen Tag den gleichen pH-Wert aufweist, sondern eine charakteristische Rhythmik durchläuft. Wenn zum Beispiel zu viele saure Nahrungsmittel konsumiert werden oder durch Entzündungsvorgänge im Körper zu viele saure Stoffwechselprodukte entstehen, kann der Anstieg des pH-Wertes im Harn ausbleiben. Wenn man den pH-Wert des Harns mehrfach am Tage misst, lassen sich wichtige Rückschlüsse auf den Säure-Basen-Haushalt ziehen. Zwar wäre es noch aufschlussreicher, die pH-Werte in den verschiedenen Körpersäften direkt zu messen, dafür wären aber unverhältnismäßig kompliziertere Untersuchungen notwendig. Für den therapeutischen Alltag kann man aus der Urin-pH-Tagesrhythmik alles ablesen, was man zur Steuerung des Behandlungsverlaufs braucht.
Viele Mineralstoffe wirken im Körper basisch. Hierzu gehören Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium, Zink (Kationen) und Hydrogen-Karbonate.
Sauer wirken Chlorid, Kohlensäure (CO2), Sulfate, Phosphate, Harnsäure und andere Produkte aus dem Eiweißstoffwechsel (Anionen).
Durch Therapie mit basischen Substanzen lassen sich insbesondere Schmerzzustände, beheben. Wie beim Muskelkater (Laktatazidose) entstehen Schmerzen im wesentlichen durch Übersäuerung. Die Körpereigenregulation kommt nach Auffüllen der Alkalireserve wieder in Gang. Viele anderweitig nicht therapierbare Erkrankungen wie Magen-, Darm-, Leber-, Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselstörungen, Hautleiden, Nerven- und Gemütsleiden und Schwangerschaftserbrechen konnten durch den Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts geheilt werden.Naturheilkunde bietet mehrere Therapien
Säure- und Toxinausleitung: Diese erfolgt vor allem über die Nieren (viel trinken!), aber auch durch Atmung, Haut und Darm. In hartnäckigen Fällen empfiehlt sich eine ganzheitlich-naturheilkundlich geführte Kurform (zum Beispiel Darmreinigungskuren nach Franz Xaver Mayr), bei denen neben der Intensivtherapie für den Darm auch andere körperliche Reinigungs- und Ausleitungsverfahren optimal eingesetzt werden können.
Darmsanierung: Neben der oben genannten Änderung der Ernährung ist bei Darmbakterienstörungen (Dysbiosen und Pilzüberwucherung) eine mikrobiologische Therapie mit individueller Ernährungsumstellung und Aufbau einer gesunden Darmflora angezeigt, da sonst immer wieder im Darm säurebildende Gär- und Fäulnisvorgänge ablaufen.
Gravierende Mangelzustände einzelner Mineralien oder Spurenelemente müssen ausgeglichen werden. Am häufigsten findet sich ein Mangel an: Magnesium, Kalium, Kalzium, Zink, Kupfer und Selen. Hierzu ist eine Labordiagnostik erforderlich.
Sauer tut weh
Sauer macht nicht lustig, sondern schmerzt! Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung, die in Innsbruck mit 60 Personen (überwiegend Frauen im Alter zwischen 20 und 80 Jahren) durchgeführt wurde, erhielten im Rahmen einer Dr. Franz Xaver Mayr-Kur je eine Hälfte täglich Basenpulver, die andere Hälfte nur ein Placebo (Scheinmedikament).
Im Laufe von drei Wochen ließen Beschwerden wie Nacken- oder Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, Blähungen, Herzjagen, Erschöpfung und Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Juckreiz und Wallungen deutlich nach. Die Fähigkeit des Organismus, den Säure-Haushalt zu neutralisieren, verbesserte sich markant bei den Personen, die täglich dreimal ein Basenpulver-Präparat einnahmen. Bei 75 Prozent normalisierte sich die Leber, die zu Anfang bei 80 Prozent vergrößert war. Der Blutdruck sank, die Stressanpassung wurde wesentlich verbessert, ebenso Fitness und gute Laune. Und, was entscheidend war, die Einstellung zur Ernährung sowie die Essgewohnheiten wurden bei allen Teilnehmern erheblich verbessert, so dass schließlich auch Übergewicht und unerwünschte Fettpolster dauerhaft verschwanden.
Die entscheidende Erkenntnis, dass sauer nicht lustig macht, sondern schmerzt und eine depressive Stimmungslage und somit eine negative Lebenshaltung aufbaut, war von allen eindeutig erkannt worden.
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 02.06.2006 um 22:19 Uhr