Macht homogenisierte Milch krank ? 

  • Sehnsüchtig denken manche Verbraucher an den Rahmpfropf auf der Milch in braunen Flaschen zurück. Früher, so meinen sie, schmeckte die Milch einfach besser. Möglicherweise war sie auch gesünder. Ein amerikanisches Forschungsteam hegt jedenfalls den Verdacht, dass die heute übliche Homogenisierung der Milch schuld an den zunehmenden Herz- und Gefäßkrankheiten sein könnte. 
    Beim Homogenisieren werden die Fettbläschen der Kuhmilch zertrümmert. Dadurch erreicht man dass die Milch beim stehen 24 Stunden nicht mehr aufrahmt. Die Folge ist aber auch, dass ein bestimmtes Milchenzym (Xanthin-Oxydase) von der Außenseite des ursprünglichen Milchbläschens auf die Innenseite der neuen, kleineren Teilchen verdrängt wird. 
  • Prof. Kurt A. Oster (Department of Biology Fairfield University): "Damit ist eine dem Bild des Trojanischen Pferdes vergleichbare Situation entstanden, wobei die Darmverdauung und die Magensäure das derart geschützte Enzym nicht mehr angreifen können. Wir haben das Milchenzym Xanthin-Oxaydase in den weißen Blutkörperchen der menschlichen Milchtrinker nachgewiesen". 
  • Dieses Enzym, das normalerweise - bei unbehandelter Milch - die menschliche Darmwand nicht durchdringen kann, setzt sich laut Oster an den Gefäßwänden fest und verursacht dort Schäden. In dem Bestreben, die Schäden auszuheilen und eine Art biologischer Narbe zu bilden, lagert der Körper nun Fettzellen in die Gefäßwände ein: die berüchtigten Cholesterine. Eine Arteriosklerose entsteht.
  • Prof. Oster schlägt folglich vor, die Milch nicht mehr zu homogenisieren: 
    "Weshalb sollten wir ein denatuiertes Lebensmittel zu uns nehmen? Ist dies für den Verbraucher gut oder für die Milchwirtschaft? Die Homogenisierung verbraucht unnötig Energie und erhöht den Endpreis der Milch!
  • Da  der Herzspezialist damit einen wunden Punkt getroffen hat, zeigte die Reaktion der amerikanischen Milchindustrie. Sie bestellte für 30.000 Dollar ein - wissenschaftlich anfechtbares - Gegengutachten. 
  • Auch in der Bundesrepublik wurde Oster von "Milchprofessoren" heftig angegriffen - aber nicht widerlegt. 
  • Deshalb drängt jetzt der "Weltbund zum Schutze des Lebens" auf rasche Abhilfemaßnahmen: "Im Gesundheitsinteresse der Verbraucher würde es liegen, den Rohmilchverkauf ab Bauernhof freizugeben und zu fördern. Die Verbraucher legen zunehmend Wert auf eine unbehandelte Vollmilch, die noch aufrahmt und dicksauer wird, und sehen auch auf ärztlichen Ratschlag im Trinken unbehandelter Milch eine gesundheitliche Selbsthilfe". 
  • Der Weitbund wettert auch gegen die "Margarinemode": Bei der Margarine handelt es sich um ein reines Butterersatzprodukt, das ernährungsphysiologisch als wertlos bezeichnet werden kann. Die fabrikmäßige Herstellung der Konsummargarine umfasst so viele chemische Produktionsvorgänge, dass von einem vollwertigen Lebensmittel keine Rede mehr sein kann: Raffination, Entschlemmung, Neutralisation, Entfärbung, Desodorierung, Winterisierung (dabei geraten bestimmte Elemente wie Aluminium, Blei und Fluor in bedenklicher Menge in die raffinierten Fette), Fetthärtung durch Hydrisierung, Zusatz von Emulgatoren, Antispritzmitteln, Geschmacks- und Geruchsstoffen, Farben, Vitaminen, Antioxydantien und Konservierungsmitteln". 
  • Dass der Preis für Margarine so appetitanregend niedrig liegt, während die europäischen Butter- und Milchpulverberge wachsen, liegt an der freien Einfuhr billiger Fettrohstoffe und eiweißhaltiger Futtermittel aus den USA. Der Weltbund spricht Klartext: "Nicht die Landwirtschaft ist verantwortlich zu machen für die Absatznot in der Milchwirtschaft, sondern diese ist vielmehr die logische Folge einer fehlorientierten Agrarpolitik, die den Soja-Exportinteressen der USA Vorzug einräumt vor eigenen Interessen". 
(Quelle: Weltbund zum Schutz des Lebens)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 02.06.2006 um 11:10 Uhr