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Gesund ernähren - MIT oder OHNE Fleisch ? |
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Fleisch ist neben wenigen anderen Lebensmitteln eines der umstrittensten Nahrungsmittel. Etwa drei Millionen Deutsche essen als überzeugte Vegetarier kein Fleisch und keine Wurst |
Die überwiegende Zahl der Menschen verzehrt jedoch täglich ihre Fleischportion. Welche Argumente sprechen nun für beziehungsweise gegen den Verzehr von Fleisch |
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Die Vorliebe der Deutschen für Fleisch kommt am deutlichsten in dem statistischen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 100 Kilogramm in den 90er Jahren zum Ausdruck, wobei diese Zahl neben dem absoluten Fleischverzehr auch die Verluste bei der Verwertung und den Anteilen, die zu Tierfutter verarbeitet werden, enthält. Über 180 Kilogramm Fleisch und Fleischwaren werden pro Kopf täglich verzehrt. Zwei Jahrhunderte zuvor betrug der Fleischverbrauch nur 17 Kilogramm pro Person und Jahr. Fleisch war wichtiger Energie- und Eiweißlieferant Aus Sicht der Stammesgeschichte des Menschen spielte Fleisch vor allem als Energie- und Eiweißlieferant in der frühen Menschheitsgeschichte eine wichtige Rolle. Insbesondere das veränderte Gebiss der Urmenschen gegenüber früheren Entwicklungsstufen und die Entwicklung einer Technik, um
Steinwerkzeuge herzustellen, deutet auf ihren Fleischkonsum hin. Außerdem
erforderte die evolutionsbiologisch bedeutsam Vergrößerung des Gehirns eine deutlich energiereichere Nahrung, als es die Pflanzenkost der Vormenschen
(Australopithecinen) ist. Weniger fettreich als noch vor einigen Jahren Bei Schwangeren, Stillenden, Personen, die länger gefastet haben, aber auch älteren Menschen und
Schulkindern fehlen oft Vitamine der B-Gruppe und Vitamin A. Diese sind vor allem in Fleisch und Innereien enthalten. Insbesondere
die Leber speichert Vitamine wie ein Konzentrat (Schwangere sollten wegen des hohen Vitamin-A-Gehalts allerdings keine Leber essen.
Red.). Nicht Genuss, sondern übermäßiger Verzehr schädlich Nicht unerwähnt bleiben sollte
allerdings, dass aus epidemiologischer Sicht dem hohen Fett- und Fleischverzehr in den westlichen Industrieländern unter anderem eine Bedeutung bei der
Entstehung des Darmkrebses beigemessen wird. Allerdings ist die Umstellung in der Ernährungsweise meist ein komplexen Vorgang, so dass es relativ schwierig ist, eine kausale Beziehung zwischen der
Zunahme einer Erkrankung und einem einzigen Nährstoff oder Nahrungsbestandteil zu beweisen. Weitere
negative Begleiteffekte eines hohen Fleischverzehrs ergeben sich aus der Aufnahme von Purinen mit dem Fleisch, die die Harnsäurebildung im Körper erhöhen und so zur Entstehung von Gicht
beitragen können. Auch wird etwa ein Drittel des Nahrungscholesterins mit Fleisch aufgenommen. Außerdem ist der Ver- zehr von Fleisch mit oft
unterschiedlichen Mengen von verstecktem Fett verbunden.
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Contra
Es gibt vielerlei Gründe, warum bestimmte Menschen kein Fleisch essen. Vorwiegend sind es ethisch-religiöse und gesundheitliche Motive, aber zunehmend werden auch ökologische und soziale Aspekte genannt. Probleme der intensiven Massentierhaltung und der Tiertransporte sowie eine wachsen- de Verunsicherung über mögliche gesundheitliche Risiken wie Rinderwahnsinn, Schweinepest, Salmonellen und Dioxin in Geflügel und Eiern sind für viele Menschen ein Anlass, den Verzehr von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft stark einzuschränken oder ganz zu vermeiden. Gesundheitliche Probleme durch hohen Fleischkonsum Die mit einem hohen Fleischkonsum verbundenen potentiellen Probleme sind vielfältig: Der übermäßige Verzehr von Fleisch, aber besonders von Fleisch- und Wurstwaren trägt zusammen mit dem heute üblichen hohen Konsum an- derer Nahrungsmittel tierischer
Herkunft dazu bei, dass gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Purine in großen Mengen aufgenommen werden. Diese Ernährungsweise trägt bei körperlich in- aktiven Wohlstandsbürgern zu übergewicht und ernährungsabhängigen
Erkrankungen bei. Durch den Verzehr tierischer Nahrungsmittel werden Lebens- mittel mit gesundheitsfördernder
Wirkung vom Speiseplan verdrängt. Die mehr indirekten Probleme eines hohen Fleischkonsums liegen im Verbrauch von fast 40 Prozent der Weltgetreideproduktion zur Tiermast. Damit verbunden ist ein hoher Einsatz von Primärenergie. Deutschland importiert erhebliche Mengen an Futtermitteln aus Übersee, fast die Hälfte der Einfuhr stammt aus sogenannten Entwicklungsländern. Diese Importe sind teilweise für den dort weit verbreiteten Hunger verantwortlich. Bei der Erzeugung tierischer Nahrungsmittel entstehen erhebliche Veredlungsverluste, die zwischen 65 und 95 Prozent der Nahrungsenergie und des Eiweißes betragen, das heißt der größte Teil der Inhaltsstoffe pflanzlicher Lebensmittel geht verloren. Auch Klima wird beeinflusst Ein hoher Fleischkonsum erfordert den Transport von Futtermitteln, Tieren und tierischen Nahrungsmitteln über weite Strecken. Dies führt unter anderem zu einem hohen Energieverbrauch und zu vermehrten Schadstoffemissionen und somit zur Beeinflussung unseres Klimas. In der lntensiv-Tierhaltung fallen große Mengen Gülle an, die zur Belastung von Boden, Wasser und Lebensmitteln bei- tragen. Das entstehende Lachgas beziehungsweise Distickstoffmonoxid (N,0) verstärkt den Treibhauseffekt, genau wie das von Rindern abgegebene Methangas (CH,). Eine weitere Folge der Rinderhaltung ist der Verlust an Wäldern durch benötigte Weideflächen und eine damit einhergehende Bodenerosion. Unsere Ernährungsweise ist kein Vorbild Zusammenfassend kann festgestellt wer- den, dass eine ganze Reihe von
negativen Auswirkungen des hohen Fleischkonsums und der damit verbundenen Intensivtierhaltung unsere Gesundheit sowie unser soziales und ökologisches
System belasten. Die derzeitige Weitwirtschaft ist weder gerecht noch nachhaltig, da sie auf Kosten der Natur und der Menschen in
sogenannten Entwicklungsländern geht. Die immer deutlicher werdende ökologische Krise sowie die Verschärfung der
katastrophalen Situation der Armen dieser Weit sind untrügliche Anzeichen dafür, das unser Ernährungs- und
Konsumverhalten keine Vorbildfunktion hat und die vielbeschworene Nachhaltigkeit
unseres Handelns nicht ausreichend berücksichtigt. Die Eigenschaften eines zukunftsfähigen Ernährungsstils
beziehungsweise nachhaltiger Lebensmittel sind:
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Für viele Menschen gehört Fleisch einfach zur täglichen Mahlzeit |
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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 02.06.2006 um 11:29 Uhr