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Nummer 243

Montag, 18. Oktober 1999

Millionen für Schrottplatzsanierung

Berg-Gelände kurz vor Sanierungsabschluss / Bund investiert 5,3 Millionen Mark / Vermarktung geplant

Von Hans-Jürgen Amtage

Minden (mt). Die Sanierung der Altlast "Schrottplatz Berg" an der Friedrich-Wilhelm-Straße steht kurz vor dem Abschluss. Rund 5,3 Millionen Mark muss die Bundesrepublik Deutschland in die Wiederinstandsetzung der bundeseigenen Fläche investieren, die zwischen 1952 und 1992 vom Unternehmer Fritz Berg als Schrottplatz genutzt wurde. 

Heinz Butz vom zuständigen Bundesvermögensamt in Bielefeld jetzt im MT-Gespräch erläuterte. 
1952 wurde dann endgültig aus dem Militär- ein Schrottgelände, das Unternehmer Berg bewirtschaftete. Der erhielt 1976 außerdem die Genehmigung zum Altauto-Sammeln. Als 1992 der Bund dann wieder das Gelände übernahm, kam das Dilemma an den Tag. 1993 begann der Bund mit dem Abräumen des Platzes. 1996 dann das vorläufige Ende der Sanierungsaktion. 3,1 Millionen Mark musste die Bundesrepublik letztlich aus Steuermitteln in das Freiräumen investieren. 
Vor wenigen Wochen begann Teil zwei der Sanierungsarbeiten. Der von Ölen und anderen Schadstoffen verseuchte Boden des ehemaligen Schrottplatzes musste ausgekoffert und in der Abfallverwertungsstelle Lünen aufbereitet werden, so Henry Zynda von der Staatlichen Bauverwaltung, die die Arbeiten im Auftrag der Bundesvermögensverwaltung beaufsichtigt. 15 000 Tonnen Boden galt und gilt es abzufahren, 30 bis 40 Lkw-Ladungen täglich, rund 950 insgesamt. 30 Arbeitstage haben die Fachleute für das Abfahren und Wiederaufbringen des Bodens kalkuliert, das Ende dieses Monats abgeschlossen werden soll. Bislang flossen in diese Aktion 1,2 Millionen Mark. Doch die reichten nicht aus. Eine weitere Million wurde jetzt für die Fertigstellung der Sanierung bewilligt. Dabei hatte der Bund noch Glück, denn die Aufbereitungskosten sind im Moment verhältnismäßig niedrig, da wenig Aufbereitungsmaterial vorhanden ist. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation lassen viele Kommunen und Länder verseuchten Boden einfach liegen, schieben kostenintensive Sanierungen auf. 
Dennoch kommt für das Gelände an der Friedrich-Wilhelm-Straße ein Gesamtbetrag für die Sanierung zusammen, der nach Ansicht von Karl-Heinz Butz nicht wieder hereinzuholen ist. Dabei ist der Vertreter des Bundesvermögensamtes aber optimistisch, dass das Grundstück zu vermerkten ist. Rund ein halbes Dutzend Interessenten hätten sich bereits an die Vermögensverwaltung gewandt, und bekundet, dass sie möglicherweise Gewerbe auf der sanierten Fläche ansiedeln wollen. Die Vermögensverwaltung will das Thema, jedoch im kommenden Jahr in Ruhe angehen. Denn es nutze nichts, so Herr Butz, wenn Teilgrundstücke kurzfristig vermerktet würden, was später dann möglicherweise Probleme mit anderen Grundstücksbereichen bringe, wenn es beispielsweise um die Zufahrt zum Grundstück gehe.