Fort A und Fort B

Die beiden Forts A und B hatten die nördliche und östliche Flanke der Bahnhofsbefestigung zu sichern. Sie waren als hufeisenförmig gebaute Reduits Schwerpunkte der Wallbefestigung. Ihnen vorgelagert war jeweils ein Ravelin, d.h. ein Außenwerk in Form eines spitzen Winkels. Zeitgenössische Pläne zeigen am Fuß des Walles eine Mauer mit Schießscharten zur Gewehrverteidigung. An den Seiten lag je eine Grabenkaponniere, ein massiv gemauertes, eingewölbtes Bauwerk für zwei Geschütze. Im Hof des Ravelins befanden sich kasemattierte Hohlräume für die Wache, das Verbrauchspulvermagazin und die zentrale Grabenkasematte. Die Reduits sind mit einem trockenen Graben umgeben und zeigen im Kellergeschoss Schießscharten zur Gewehr- und im Obergeschoss Scharten zur Geschützverteidigung. Im Hof waren Latrinen, Auf- und Abgänge und Auffahrtsrampen für die Geschütze errichtet. Durch Mauer und Zugbrücke waren sie in der stadtseitigen Kehle abgeschlossen. Beide Gebäude waren mit einem 'bombensicheren' Grassodendach und einer 15o cm dicken Lehmschüttung gegen feindlichen Beschuss abgedeckt.

Das Fort B wurde durch den Aufbau eines weiteren Geschosses erheblich verändert. Das Fort A zeigt bis heute wesentliche Merkmale der einstigen Anlage. Die Außenwerke - Wälle, Gräben, Kaponnieren, Poternen und Kasematten - wurden Ende des 19. Jh. abgebrochen und planiert.

 

 

 

zur Preußentour

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