Kreisgericht und Gefängnis

1855 begann der Bau des Gerichtsgebäudes und des dahinterliegenden Gefangenenhauses.

Die Pläne hierzu entwarf der renommierte Architekt und Schinkelschüler Carl Ferdinand Busse. Aufgrund der Raumnot in der bereits eng bebauten Festungsstadt stand nur noch ein schlauchartiges Grundstück zur Verfügung, das an der Schmalseite auf die Kampstraße stößt. Vorher stand hier ein Adelshof mit Wohnhaus und Nebengebäuden. Busse ordnete beide Gebäude hintereinander in der Tiefe des Grundstücks an. Die Fassade des 1944 zerstörten, dreigeschossigen Gerichtsgebäudes war an der Schmalseite als Hauptportal ausgebildet.

Seitlich schlossen sich zwei eingeschossige, etwas zurückversetzte Anbauten an, die je drei Fensterachsen und einen rundbogigen Tordurchlass aufwiesen.

In gleicher Manier wurde das dahinterliegende Gefängnis konzipiert. Die Hauptfassade ist zur Schmalseite ausgerichtet. Der mehrgeschossige Baukörper wurde deshalb in ein Stirn- und in ein Langhaus unterteilt. Das Gefängnis ist ein schlichter, dreigeschossiger Putzbau des ausgehenden Klassizismus mit streng wirkenden Fenstergewänden auf kreisgericht.jpg (7341 Byte)hohem Souterrainsockel. Das 1944 zerstörte ehemalige Gericht wurde durch einen schlichten Zweckbau im Stil der Fünfziger Jahre ersetzt. Beide Gebäude haben mittlerweile ihre ehemaligen Funktionen verloren.

 

 

 



das Kreisgericht 1999