Home Geschichte FKR O/S GĂ€stebuch Forum Links Sonstiges

Die Legende von der GrĂŒndung Rosenbergs

Es geschah vor langer Zeit, so fern unserer Erinnerung, dass das menschliche GedĂ€chtnis kaum hinreicht, es fĂŒr die Nachgeborenen zu behalten:

Der edelmĂŒtige Herzog Heinrich liebte die Jagd so sehr, dass er, wenn er das Wild verfolgte, in immer weitere Jagdreviere geriet. Als er wieder einmal in unbestimmter Gegend jagte, kam er an einen Ort, der ihn faszinierte. Er hielt seine Jagdfreunde an und stieg vom Pferd, um den sich bietenden Anblick zu genießen. Der Boden unter seinen FĂŒĂŸen wird bald den Namen „Berg der Rose“ tragen. Der herrliche, dichte Wald und das viele Wild gefielen dem Herzog dermaßen, dass er seinen Dienern befahl ein Jagdschloss zu bauen.

Als sich dies ereignete beschlossen einige, die das Schloss erbauten, dort zu bleiben, weil sie die Gegend um das Schloss lieb gewonnen hatten. Die ehrwĂŒrdige Gattin des Herzogs, Hedwig von Andechs, kam ebenfalls dorthin. WĂ€hrend ihr Gatte jagte, betete sie. Als die Diener des Herzogs das sahen, bauten sie eine Kapelle. Diese befand sich unmittelbar vor dem Jagdschloss und war dem Hl. Valentin geweiht, dem Willen der Herzogin entsprechend, die es so beschlossen hatte.

Die fromme Hedwig verließ des öfteren das Schloss und begab sich mit ihren Hofdamen in die unbekannte Wildnis. Ihr stĂ€ndiger Begleiter war dabei das Bildnis der Hl. Mutter Anna, welches sie an einen beliebigen Baum hĂ€ngen konnte um zu beten. WĂ€hrend sie dies eines Tages tat, geriet sie in ein starkes Gewitter. Ohne sich um anderes zu kĂŒmmern, suchte sie schnell Schutz im Schloss und vergaß das Bild an einem der BĂ€ume. Es war eine Kiefer, von der bald der ganze Umkreis erfahren wĂŒrde.

Bald kehrte der Winter ein. Viele der Ritter, die noch den Winter blieben, stellten fest, dass es ihnen doch langweilig wurde und verließen das Schloss in alle Richtungen. Unter ihnen war ein tapferer Krieger, Zawiss genannt, der auf Abenteuer aus war und sich daher in die sĂŒdlichen LĂ€nder begab. Dort nun lernte er Jolanda kennen, in die er sich verliebte, und die seine Liebe erwiderte. Beide, Jolanda und Zawiss, begaben sich in die Heimat unseres tapferen Kriegers. Weil sie jedoch noch nicht durch die heilige Ehe verbunden waren, hatte Jolanda, aus einem großen Hause namens „Berg“ stammend, einen stĂ€ndigen Begleiter und Berater, den gottesfĂŒrchtigen Priester Andreas. Dieser priesterliche Begleiter unserer Jolanda, die der fremden Sprache nicht mĂ€chtig war, hatte eine Mutter, welche aus der Gegend um das Jagdschloss stammte. In KĂŒrze erreichten Jolanda, Andreas und Zawiss diese und wohnten im Schloss, welches sie gemeinsam zum neuen Zuhause wĂ€hlten. Als nun der Herzog wieder einmal dorthin kam, dienten alle Bewohner des Schlosses diesem.

Zur gleichen Zeit, sehr weit nördlich unserer Gegend lebte in einem großen Palast, am weiten Meer ein alter und krĂ€nklicher Ritter. Seine einzige StĂŒtze war die schöne Tochter Rosa. Die HĂ€ndler aus dem SĂŒden, auf der Suche nach Bernstein an das Meer reisend, berichteten diesem Ritter und seiner erstaunt zuhörenden Rosa von wunderbaren Quellen, die alle Leiden heilen könnten. Als dies Vater und Tochter vernahmen, beschlossen sie sofort auf die Reise zu gehen, in ein unbekanntes Land, sehr weit sĂŒdlich von ihrem heimatlichen Palast entfernt. WĂ€hrend ihrer Reise nach SĂŒden kamen sie auch zu dem Jagdschloss des edelmĂŒtigen Herzogs Heinrich. Verzaubert von der herrlichen Natur und der lieblichen Umgebung beschlossen sie einige Tage auszuruhen. Es dauerte nicht lange, bis sich im Schloss auch andere GĂ€ste einfanden:

Die bekĂŒmmerte Mutter Jolandas nĂ€mlich, ohne Wissen ĂŒber das Befinden ihrer Tochter, befahl ihrem Ă€ltesten Sohn, dem tapferen Woko, die Tochter und Schwester zu suchen, um sich ĂŒber deren Leben in der barbarischen Gegend im Norden ein Bild zu machen.

Als Woko das Schloss, auf halben Wege zwischen dem Meer im Norden und den heilenden Quellen im SĂŒden liegend, betrat, war er starr vor Überraschung. Anstatt seine Schwester Jolanda zu begrĂŒĂŸen, wie es sich ziemt, stand er da wie versteinert. Mit zitternder Stimme sprach er eine ihm Unbekannte an: „Wer bist du schöne Frau? Verrate mir deinen Namen du grĂŒnĂ€ugige Frau!“ Die freundliche Rosa, obwohl sie die Sprache des fremden Woko nicht kannte, erriet sie doch sein Ansinnen und verriet ihm ihren Namen. Als dieser ihn hörte, sagte er: „O wie schön bist du unbekannte Rose, sprich weiter zu mir, denn so sĂŒĂŸ ist dein Name und er ist auch der schönste von allen. Schließen wir bitte Freundschaft, weil ich sonst vor Verzweiflung sterbe.“ Als dies der Vater von Rosa hörte, erinnerte er diese lieber an ihre gemeinsame Reise in den SĂŒden. Daraufhin antwortete unser Held Zawiss: „Meine geliebte Jolanda hat Sehnsucht nach ihrem Elternhaus und kennt jene Quellen, die ihr sucht. Machen wir uns doch zusammen auf die Reise gen SĂŒden, um Frau Berg zu beruhigen und alle Krankheiten zu heilen.“

So geschah es: Jolanda und Zawiss, Woko und Rosa sowie ihr kranker Vater begaben sich auf die Reise zu den wunderbaren Quellen. Als sie endlich am Ziel ihrer Reise ankamen, es war der Namenstag des Hl. Michael (der 29. September), begab sich der alte Ritter zu den Quellen und gesundete - wie es in unserer Geschichte nicht anders sein kann - durch ein Wunder. Alle zusammen begaben sich danach zu Frau Berg, die ĂŒberglĂŒcklich war, ihre Tochter wieder zu sehen, und nicht einen Augenblick zögerte, dem jungen Paar den Segen zu spenden. Auch der nun nicht mehr kranke Ritter aus dem Norden, ein rĂŒstiger Alter - wie man sagt - verweigerte nicht dem zweiten Paar seinen Segen. Ob er ein Auge auf Frau Berg warf (die vielleicht selbst eine Witwe war), ist in der Geschichte nicht ĂŒberliefert.

Auf jeden Fall wurden alle Verwandten und Bekannten unserer Helden auf eine Doppelhochzeit in das Jagdschloss des Herzogs Heinrich eingeladen. So geschah es, und das Schloss wurde bald schon nach den wundersamen Reisen vom Norden in den SĂŒden und vom SĂŒden in den Norden Zeuge von zwei Trauungen: Zawiss heiratete Jolanda und der tapfere Ritter Woko, Jolandas Bruder, heiratete die schöne Rosa. Rosas Vater vom Meer im Norden und die Mutter von Jolanda und Woko, Frau Berg aus dem SĂŒden, waren glĂŒcklich ĂŒber die gĂŒnstige FĂŒgung des Schicksals. Unser Herzog Heinrich freute sich ob all der Fröhlichkeit seiner Untertanen sowie der befreundeten HĂ€user.

Sofort nach der Hochzeit beschlossen beide Paare getrennt Wohnung in der NĂ€he zu nehmen. Der Bau der HĂ€user, eins nach Norden vom Schloss hin und eins nach SĂŒden hin, stimmte mit den Richtungen ĂŒberein, aus denen die jungen Frauen stammten. Rosa bemalte ihr fertiges Haus grĂŒn wie ihre Augen und verzierte die WĂ€nde mit roten Rosen. Jolanda bemalte ihr Haus schwarz – wahrscheinlich auch ihrer Augenfarbe entsprechend. Weil sie Rosa nicht nachstehen wollte, verzierte sie ihr Haus gleichfalls mit RosenblĂŒten. Bald erstrahlte selbst das Jagdschloss in einer Bemalung mit RosenblĂŒten. Schließlich konnten die in der NĂ€he erbauten HĂ€user sich davon nicht unverĂ€ndert zeigen. Es begann die Siedlung beim Jagdschloss zu wachsen, weil die Umgebung viele Wanderer dazu anregte sich hier anzusiedeln.

Um diese Siedlung Stadt nennen zu dĂŒrfen, fehlten in ihr die Kirche, das Rathaus und eine Schule. Es wurde darum beschlossen zuerst eine Kirche zu bauen, so geschah es auch: Die kleine hölzerne Kapelle wurde abgerissen und an gleicher Stelle eine hölzerne, dem Hl. Michael geweihte Kirche gebaut. Dies geschah, um die wunderbare Heilung des Vaters von Rosa am Michaelstag zu wĂŒrdigen.

WĂ€hrend der Kirchweih weilten viele berĂŒhmte GĂ€ste am Ort. Sie alle bestĂ€tigten, dass dieser der schönste von denen sei, die sie bisher gesehen hatten. Der erste Geistliche nach dem Hl. Adalbert, der diese Gegend einst besucht hatte, war jetzt Andreas, der Berater und Diener Jolandas. Er wurde der erste Geistliche in unserer Gemeinde. In KĂŒrze standen ein Rathaus und spĂ€ter eine Schule, bald wurde diese Siedlung zur Stadt mit dem Namen „Olesno“, was soviel bedeutet, wie „vom dichten Walde umgeben“, wir kommen gleich darauf zurĂŒck. Eine lĂ€ngere Zeit nach dem Tode der schönen Rosa und des tapferen Woko, aus dem Geschlecht „Berg“, beschlossen die Bewohner dieser Stadt ihr den Namen ihrer Vorfahren Rosa und Berg (= Rosenberg) zu geben und so heißt sie bis zum heutigen Tage...

Der Autor der ersten schriftlichen Fassung dieser Legende, der Rosenberger Augustiner und Pfarrer, Franz-Xaver Kuschel, schrieb diese vor seinem Tode nieder. Das war vor dem 8. April 1801.

  Andreas Pawlik                                                                                                                                     zurĂŒck

Eine Stadt und zwei Namen

In ihrer Vergangenheit hatte unsere Stadt zwei Namen: Rosenberg und Olesno. Über deren Herkunft und Bedeutung gibt es manches zu erzĂ€hlen.

Olesno

In sehr frĂŒher Zeit war Rosenberg (Olesno) vollstĂ€ndig von WĂ€ldern umschlossen, die bis zur Stadtgrenze reichten. Mit diesem Zustand der Bewaldung ist auch der Name Olesno verbunden, weil der Wortkern einen Ausdruck fĂŒr Wald darstellt. Um zu begrĂŒnden, dass der Name Olesno mit „las“ (Wald) zusammenhĂ€ngt, muss der Name in 3 Silben zerlegt werden. So kann man diesen Ausdruck als normale Benennung fĂŒr etwas erkennen. Der nach der Trennung erhaltene Ausdruck „o-les-no“ ist nun einer etymologischen Analyse zu unterziehen.

Wie man leicht feststellen kann, ist der Wortkern „les“. Dieser benannte ursprĂŒnglich den Wald (vgl. A. BrĂŒckner, SƂownik etymologiczny języka polskiego, Warszawa 1957, S. 290). Um zu verstehen, auf welche Weise das frĂŒhslawische Wort „les“ einer VerĂ€nderung auf das heutige „las“ (ebenfalls fĂŒr Wald) unterlag, muss man sich mit der Erscheinung der sogenannten polnischen Lautumbildung (Umlautung) bekannt machen. Dieses PhĂ€nomen trat beginnend mit dem 10. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Polen auf. Die frĂŒhslawischen Vokale ĕ, e, ę vor den harten Konsonanten d, Ƃ, n, r, s, t, z unterlagen einer VerĂ€nderung auf a, o oder andere Vokale (vergl. J. Raczek, PrzegƂos, w: Encyklopedia wiedzy o języku polskim, pod red. St. UrbaƄczyka, WrocƂaw 1978, S. 262 – 263; WƂ. Kuraszkiewicz, Gramatyka historyczna języka polskiego, Warszawa 1972, S. 70 –73).

In diesem Fall interessiert uns einzig die Umbildung des Vokals „e“ zu „a“. Beispiele: Kwiat (Blume) – ursprĂŒnglich slawischer Name – kwiet, wiara (Glaube) ist altslawisch vera, Ă€hnlich las (Wald) ursprĂŒnglich les (vgl. A. BrĂŒckner, op. cit, S. 287, 290, 611). Ein noch immer sichtbares Erscheinungsbild dieser VerĂ€nderung stellen die morphologischen Austauschmöglichkeiten der entsprechenden altpolnischen Vokale dar, die jetzt noch in der polnischen Sprache enthalten sind, z.B. las (Wald), aber – lesisty (waldig); kwiat (Blume), aber kwiecisty (blumig) u.a.

Man kann also feststellen, dass die frĂŒhere Silbe „les“ das gleiche bedeutet, was heute mit „las“ bezeichnet wird. Es bleibt noch das Problem, warum seit der ersten HĂ€lfte des 13. Jahrhundert, wo zum ersten Mal in den Dokumenten der Name „Olesno“ auftaucht, die Kernsilbe „les“ geblieben ist und nicht in „las“ umgebildet wurde? Möglicherweise lag das daran, dass Schlesien zur damaligen Zeit unter starkem kulturellen Einfluss des böhmischen Staates lag, wo der Prozess der Umbildung nicht auftrat. Es handelt sich dann ursprĂŒnglich um einen polnischen Ortsnamen: Der frĂŒhslawische Ausdruck fĂŒr Wald „les“ wurde zur damaligen Zeit in vielen slawischen LĂ€ndern benutzt, er war auch in Schlesien gebrĂ€uchlich, im 13. Jahrhundert unterlag er der Lautumbildung. Der Name der Stadt „Olesno“ hat sich gegen dieser Umbildung gewehrt und ĂŒberdauerte in ursprĂŒnglicher Ansprache bis heute. Dies ist eine Möglichkeit, die Ableitung des Stadtnamens „Olesno“ vom Wort „las“ (Wald) zu begrĂŒnden.

Eine andere Argumentation sieht folgendermaßen aus: In Tschechien und anderen slawischen LĂ€ndern ist der Ausdruck „les“ in seiner ursprĂŒnglichen Weise bis zur heutigen Zeit erhalten. In der tschechischen Sprache heißt Wald „les“, Ă€hnlich wie im Russischen: Đ»ec. Wenn man das als ĂŒberzeugender ansieht, verdankt die Stadt Olesno dem Tschechischen ihren Namen, was auch nicht unwahrscheinlich ist, weil diese Sprache neben Latein bei der Ausfertigung von Dokumenten noch im 16. Jahrhundert angewandt wurde (vgl. z.B. Staatliches Archiv Breslau, Rep. 132 a, Nr. 20, 23, 25). So oder anders wĂ€re die Bezeichnung o-les-no mit Wald zu verbinden, was auf jeden Fall (Überdauern der Lautumbildung im Polnischen oder tschechische Herkunft des Namens) anzunehmen ist.

Bleiben nur noch die Funktionen der Vorsilbe „o“ und der Nachsilbe „no“ zu beleuchten. So hat die Vorsilbe „o“ in den slawischen Sprachen frĂŒher und auch heute die Funktion, den Umstand oder die Umgebung zu beschreiben. So umfasst die Formation o + Hauptwort (Kernsilbe) + Endung etwas, was den Gegenstand (das Hauptwort, den Wortkern) nĂ€her umschreibt. Beispiele: osierdzie ist die Luftblase um das Herz; otrzewna ist das Bauchfell (die Bauchhöhle umschließend); opiƂucna - die Lunge umschließend; okostna – die Knochenhaut; opieƄki – um den Stock wachsende Pilze. Andere Belege fĂŒr die Funktion der Vorsilbe „o“ in den slawischen Sprachen kann man im Russischen erkennen: z.B. oбoглoĐČe = Zaum (uzda) um den Kopf; oплeчe ist ein Teil der Kleidung, die den RĂŒcken umschließt; oжeрeĐ»ŃŒe = Halskette, die den Hals umschließt; oшeĐčĐœĐžĐș – Hundehalsband; Ă€hnlich im ukrainischen u.a., oжeрeЮь - Heu um einen Pfahl geschichtet.

Eine Umschreibung der Umgebung stellen auch TĂ€tigkeitswörter dar wie okleić = umleinen; opalić = abbrennen; okopać = behacken; okryć = bedecken u.a. (vgl. Z. Kempf, Nazwa Polski w ƛwietle tezy „polnej“ i „leƛnej“, w: Opole, R. 7, 1977, Nr. 1, S. 25). In der Bezeichnung o-les-no sagt die Vorsilbe „o“ demnach etwas aus, was umgeben ist. Mit dem Wortkern „les“ ist das Ganze eine „von Wald umschlossene Ortschaft“.

Die dritte Silbe „no“ ist charakteristisch fĂŒr bestimmte Umstandswörter, genannt auch Adverbien des Grades. Diese beschreiben den Grad der IntensitĂ€t z.B. chƂód (KĂŒhle) – chƂodny (kĂŒhl), aber chƂodno (kalt) im Moment, in bestimmter Zeit, im bezeichneten Augenblick. Das gleiche gilt fĂŒr brud (Dreck), brudny (schmutzig), aber brudno - es ist sehr schmutzig (vgl. P. Bąk: Gramatyka języka polskiego, Warszawa 1979, S. 154). Das vorhandene AnhĂ€ngsel „no“ unterstreicht also die IntensitĂ€t, hier die Dichte des Waldes, der den Ort umgibt.

Bisher wurde lediglich die etymologische Bedeutung von o-les-no erklĂ€rt, wobei es sich um einen Namen zuerst einer Siedlung und spĂ€ter einer Stadt handelt. Zuerst bezeichnete es einfach einen Ort rundum von Wald umgeben, und der Ort konnte schlicht eine Waldlichtung sein. Der Name ist aber auch derzeit aktuell und entspricht geografisch der Wirklichkeit, obwohl der Ort mittlerweile viel grĂ¶ĂŸer ist, aber dennoch ist er bis in die nĂ€here Umgebung von Wald umgeben.

Erstmals taucht der Name Olesno in einem Dokument aus dem Jahre 1226 auf. SpĂ€tere Schreibweisen der Stadt lauteten: „Olezno“, „Oleszno“, „Oleschnow“, „Oleßno“ und „Oleschno“.

Rosenberg

In seiner reichhaltigen Geschichte hatte Olesno auch einen anderen Namen – „Rosenberg“ („Berg der Rose“). Er tritt in deutscher Version erstmals in einem Dokument vom 1. Juli 1259 auf, in welchem ein Rosenberger namens Wocco dem Zisterziensenkloster in Hohenfurth zwei Dörfer schenkte. In dieser Urkunde tritt er als „Wocco von Rosenberg“ auf.

Ähnlich wie es VerĂ€nderungen der Schreibweise von „Olesno“ gab, wurde auch der Name Rosenberg unterschiedlich geschrieben. Er erscheint in den Formen: „Rosinberc“, „Rosinberg“, „Rosinbergk“, „Rosenberk“, „Rosemberk“, „Rozenberg“, „Rosenbergk“, „Rosennberg“, „Rosnberk“ sowie „Roßenberg“. Der Name der Stadt Rosenberg in dieser Schreibeweise tritt schon ab dem 14. Jahrhundert auf und hat sich bis 1945 erhalten. Herkunftsbeschreibungen der Bezeichnung Rosenberg gibt es viele. Lompa hat in seiner Chronik die Etymologie folgendermaßen erklĂ€rt:

„Der Name „RĂłĆŒana GĂłra“ („Berg der Rose“) soll von daher stammen, dass an der Straße vom Rathaus in sĂŒdlicher Richtung viele RosenbĂŒsche standen und dieses GĂ€sschen in alten Schriften „Rosenstraße“ genannt wurde.“

Wenn man diese Angabe kritisch betrachtet, so muss man feststellen, dass in den StadtplĂ€nen der Stadt Rosenberg vom August 1810 und vom Juli 1846 Straßennamen wie „Rossengasse“ und „Rosen Gasse“ ersichtlich sind. Es ist zur Zeit schwer festzustellen, ob im Mittelalter an den heutigen Straßen Labor und Jaronia, dichte wilde RosenbĂŒsche standen. Eine solche Interpretation des Stadtnamens, wie sie Lompa angibt, kann akzeptiert werden, wenn man annimmt, dass wilde dichte RosenbĂŒsche auf dem Gebiet der Stadt wuchsen. Den Reisenden in unsere Region könnte daher der Gedanke gekommen sein, dass diese Stadt von RosenstrĂ€uchern umgeben ist, und auch ihre Lage lĂ€sst im VerhĂ€ltnis zu ihrer Umgebung einen Berg erkennen.

Der Hinweis auf den Namen der Stadt Rosenberg durch Lompa ist nicht der einzige. Den Namen könnte man auch mit der Hl. Jungfrau Maria (Rosa Mystica = geistliche Rose) in Verbindung bringen. Religiöse Motive mögen unter den Bewohnern und auch EigentĂŒmern der Stadt Anlass gewesen sein, diese Stadt unter den Schutz der Mutter Gottes zu stellen. Ein Argument dafĂŒr wĂ€re, dass in dem Wappen der StĂ€dte Susz (ehemaliger Regierungsbezirk Elbing) und WodzisƂaw ƚląski (frĂŒher Kattowitzer Regierungsbezirk) Rosen enthalten sind. Das erste von ihnen zeigt eine auf einem Berg stehende Madonna mit einer Rose in der Hand. Das zweite, Ă€hnlich dem Rosenberger Wappen, enthĂ€lt eine Rose, das Symbol der Jungfrau Maria, der Patronin von WodzisƂaw ƚląski. Der deutsche Name der Stadt Susz lautete ebenfalls „Rosenberg“. Bei unserem Rosenberg hĂ€ngte man zur nĂ€heren Bezeichnung „OS“ fĂŒr Oberschlesien an. Es existiert also eine Verbindung zu den Namen und Wappen dieser StĂ€dte, was bedeuten kann, dass der Name der Stadt eine Beziehung zur Mutter Gottes und ihrem Symbol der Rose hat.

Die dritte mögliche Namensherkunft Rosenbergs kann man aus der vorstehenden Legende ĂŒber die Anlage der Siedlung herleiten. Herzog Heinrich, der BĂ€rtige, hatte in seinem Jagdschloss viele verschiedene GĂ€ste beherbergt. Unter ihnen waren ein Ritter aus der Familie Berg sowie die schöne Rosa aus den nördlichen Breiten stammend. Wenn man dieser Legende glauben wollte, so kĂ€me aus der Verbindung Rosa und Berg der Name „Rosenberg“. Vorsichtig ausgedrĂŒckt erscheint diese Interpretation des Namens recht naiv. Wenn man jedoch weitere Ereignisse in Rosenberg betrachtet, die in den nĂ€chsten Abschnitten beschrieben sind, dann stĂ¶ĂŸt man auf geschichtliche Persönlichkeiten wie „Wok von Rosenberg“ oder „Zawiss von Rosenberg“. Ist es hier nicht so, dass in einer Legende auch Wahrheit enthalten ist?

Berlin, den 14. April 2002       Andreas Pawlik                                                                                        zurĂŒck

Die Zollurkunde von 1226

Es ist die Ă€lteste Rosenberg betreffende geschichtliche Quelle, in welcher erstmalig der Name „Olesno“ als Handelsansiedlung genannt wird. Dieses Dokument wurde in Rosenberg durch den Breslauer Bischof Laurentius (1207 – 1232) auf die ausdrĂŒckliche Bitte des Oppelner Herzogs, Kazimierz I. (1211 – 1229), angefertigt. In der Urkunde werden die bereits frĂŒher bestehenden ZollgebĂŒhren fĂŒr die Kammern in Olesno und Siewierz (eine Stadt im frĂŒheren Regierungsbezirk Kattowitz) festgeschrieben, sowie die Strafen bei Übertretung der Bestimmungen festgehalten. Die illegale Zollstelle in Lubecko (Ort bei Lublinitz) wurde aufgehoben.

”Im Namen des Herrn, Amen. Wir, Laurentius durch Gottes Gnaden Bischof von Breslau, verkĂŒnden allen Lebenden und auch zukĂŒnftigen Generationen, dass wir auf die ausdrĂŒckliche Bitte unseres auserwĂ€hlten ehrwĂŒrdigen Herrn und Herzogs von Oppeln hin, unter Hinzuziehung von sachkundigen Beratern, alle Anstrengungen unternommen haben, um die alten in Vergessenheit geratenen Zollbestimmungen fĂŒr Olesno und Siewierz neu zu finden und aufzuzeichnen. Nach Vereidigung derer, die wir ausgewĂ€hlt haben, und die ĂŒber die alten Bestimmungen Bescheid wissen, nach deren Anhörung ĂŒber die angesprochenen Zölle, beschließen wir, ĂŒbereinstimmend mit den WĂŒnschen unseres erlauchten Herrn sowie nach Hinzuziehung unserer Berater, die fĂŒr alle Zeiten gĂŒltigen Verordnungen:

Ein leerer Wagen, der Olesno auf dem Weg von MĂ€hren nach Kujawien durchfĂ€hrt, zahlt einen Stein Salz, und ein auf dem RĂŒckweg befindlicher, beladen mit Heringen, soll dreißig Heringe zahlen. Andere Olesno durchfahrende Wagen, unabhĂ€ngig von der Ladung und der Anzahl der vorgespannten Pferde, zahlt einen halben Skot Silber. Von jeder Frau und jedem zum Verkauf bestimmten Sklaven ist ein Skot Silber zu entrichten, ebensoviel ist fĂŒr eine durchreisende JĂŒdin zu entrichten, auch wenn sie nicht zum Verkauf bestimmt ist.

Fremde, Reisende und FußgĂ€nger beider Geschlechter, die mit Waren beladen sind, unabhĂ€ngig davon ob sie Juden oder Christen sind und unabhĂ€ngig welche Waren sie befördern, zahlen zwei Oppelner Pfennige. Einheimische Reisende und FußgĂ€nger zahlen nichts. Ein Wagen, der Siewierz durchfĂ€hrt und mit Blei beladen ist, zahlt unabhĂ€ngig von der Anzahl der Pferde einen Skot Silber. Andere Wagen, die eine Genehmigung zur Durchfahrt durch Siewierz haben, zahlen einen Skot Silber, unabhĂ€ngig von der Anzahl der Pferde oder der Art der Waren. Von Reisenden und FußgĂ€ngern, unabhĂ€ngig ob Juden oder Christen, ist das zu erheben was fĂŒr Olesno bestimmt ist. Befreit von jeglicher Abgabe sind alle Geistlichen, Ritter und Gesandten unabhĂ€ngig davon, von wo sie herkommen und wohin sie reisen, sowie die örtlichen Zöllner und MĂŒnzleute.

Die Zollbestimmungen von Lubecko, die ungerecht sind und gegen weltliches und geistliches Verbot gesetzt wurden, belegten wir und belegen wir weiterhin mit der Strafe der Exkommunikation und des Bannes des genannten Herzogs sowie mit der Zahlung eines Banngeldes in Höhe von vier Mark, von denen drei an den Herzog gehen und eine Mark an den GeschĂ€digten oder an denjenigen, der die Übertretung der Bestimmungen angezeigt hat.

Geschehen zu Olesno im Jahre des Herrn 1226 bei der Kirchenweihe in Olesno, in Anwesenheit von Sebastian, Kanzler des Herzogs Kasimir, des Magisters Herold, des Herrn Subdiakons Teodoricus, des Herren Martin Semenez, unserer Kanoniker, des Johannes, Probst von Ruda, unseres Kaplans Albert, des Lorenz Magnus, des Mazco, beide Kapellane des Herzogs Kasimir, des Andreas (Andree), des Nikolaus, des Sohnes des Vassilus, des Mistigneui (Mƛcigniew) und Criszononis (KrzyĆŒan), Ritter desselben Herzogs.“

Eine Analyse dieser gut erhaltenen Pergamenturkunde (Breite 19,8 cm und Höhe 10,9 cm) erlaubt es, wesentliche Informationen ĂŒber das damalige Olesno zu gewinnen. Wie leicht feststellbar ist, wurde dieses Dokument durch den Breslauer Bischof Laurentius ausgestellt, der damals EigentĂŒmer der Zollstelle in Olesno war, welche jedoch schon frĂŒher auf diesem Gebiet existierte.

Naheliegend ist die Vermutung, dass sich jene Zollstelle, deren „alte Zollvorschriften“ verloren gingen, ursprĂŒnglich auf dem Gebiet des heutigen „Stare Olesno“ (Alt Rosenberg) befunden hatte. Diese Annahme lĂ€sst sich jedoch nicht auf die existierenden Quellen beziehen. Einzig und allein eine Betrachtung des Namen der Ortschaft in der Umgebung von Olesno nĂ€hrt die Vermutung, dass „Stare Olesno“ (Alt Rosenberg) als frĂŒhere Ansiedlung schon vor dem „Neuen“ Olesno bestanden hat.

Aus den Beschreibungen der schlesischen Chroniken ist nĂ€mlich bekannt, dass in diesem Gebiet eine Seuche grassierte, die um die Wende des 12. und 13. Jahrhunderts viele Bewohner dahinraffte. Wahrscheinlich erreichte diese Epidemie auch den heutigen Kreis Rosenberg. Die Bevölkerung, die diese Seuche ĂŒberlebte, siedelte in andere Gegenden um, und noch wĂ€hrend der Dauer der Epidemie legte sie möglicherweise eine neue Siedlung an, die mit der Zeit auch den Namen Olesno bekam. Erst nach Ablauf vieler Jahre siedelte man erneut an alter Stelle. Zur Unterscheidung der zwei nahe beieinander liegenden Siedlungen nannten die Bewohner die ursprĂŒngliche Siedlung Alt Rosenberg (Stare Olesno). Dieser Name, im Jahr 1297 erstmals erwĂ€hnt, existiert bis in die heutige Zeit.

ZurĂŒck zur Urkunde des Breslauer Bischofs Laurentius von 1226: Man kann mit Sicherheit feststellen, dass dieses Pergament mit nur einem Siegel versehen war, welches aber nicht bis in die heutige Zeit erhalten blieb. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man annehmen, dass es sich um das Siegel des Bischofs gehandelt hat, in dessen Anwesenheit dieses Dokument ausgefertigt wurde („Nos Laurentius ... notum...“).

Anders lautende Spekulation betreffend der Ausfertigung dieses Dokuments durch einen weltlichen Herrscher wie den Oppelner FĂŒrsten Kazimierz I. entbehren jeder Grundlage. Jener FĂŒrst war nicht wĂ€hrend der Ausfertigung dieser Zollurkunde fĂŒr Olesno und Siewierz anwesend. WĂ€re dies der Fall gewesen, hĂ€tte der Schreiber diese Tatsache, dass ein weltlicher Herrscher anwesend war, erfassen mĂŒssen. In der Urkunde lesen wir lediglich, dass das Dokument auf „dringendes Ersuchen unseres erlauchten Herrn und Herzogs von Oppeln“ ausgefertigt wurde. Wenn die Ausfertigung bei Anwesenheit des Herzogs erfolgt wĂ€re, mĂŒsste es richtig lauten: „In Anwesenheit und auf ausdrĂŒckliche Bitte des Oppelner Herzogs ...“. Diesen Ausdruck kann man in vielen zur damaligen Zeit ausgefertigten Urkunden lesen.

Das genannte Dokument erwĂ€hnt außer dem Bischof Laurentius noch zwölf Zeugen, die wĂ€hrend der Ausfertigung in Olesno anwesend waren. Auf Grund von anderen Dokumenten aus dieser Zeit kann festgestellt werden, dass es sich im einzelnen um folgende Personen handelte:

  1. Sebastian, der Kanzler des Oppelner Herzogs Kazimierz I.;
  2. die Breslauer Kanoniker mit den Vornamen Herold (gest. 1239),
  3. Teodoryk (Teodoricus) und
  4. Martin, Sohn des Siemian;
  5. der Pfarrer aus Ruda mit Vornamen Johannes;
  6. der Kaplan des Bischofs Albert;
  7. die KaplÀne des Oppelner Herzogs: Laurentius Magnus und
  8. Mazco (Maćko);
  9. ein gewisser Andree (Andreas);
  10. ein Nikolaus (gest. 1247), Sohn des Vassilus, höherer Gutbeamter des Oppelner Herzogs;
  11. ein Mƛcigniew, Kastelan von Oƛwięcim;
  12. sowie ein Oppelner SchwerttrĂ€ger mit dem Vornamen KrzyĆŒan.

ZusÀtzlich zu den 12 erwÀhnten Persönlichkeiten, die bei der Erstellung dieses Dokuments als Zeugen genannt waren, ist noch der Verfasser zu erwÀhnen, der als Schreiber des Bischofs nach Rosenberg kam. Es war der Dekan des Breslauer Episkopats mit Vorname Viktor.

Jedem dieser anwesenden Zeugen wurde eine Bezeichnung nach Art seines ausgeĂŒbten Berufes oder seines Standes gegeben, welche auch andere ergĂ€nzende Dokumente aus dieser Zeit bestĂ€tigen. Nur dem erwĂ€hnten Andreas ist keine standesgemĂ€ĂŸe Benennung weder seiner Abstammung noch seines Berufes nach zuzuordnen. Sollte der besagte Zeuge bei der Ausfertigung der Zollbestimmungen durch Bischof Laurentius, Andreas identisch sein mit dem Pfarrer Andreas, von dem die Legende spricht (siehe oben)?

Welche Tatsachen sprechen fĂŒr diese These?

Wenn wir das Dokument des Bischofs sorgfĂ€ltig lesen, erfahren wir, dass die Ausfertigung der Zollbestimmungen fĂŒr Olesno und Siewierz in Olesno bei der Einweihung einer Kirche stattfand („Actum in Olesno ... in consecratione ecclesie Olesnensis...“). Logisch erscheint also die Annahme, dass wenn in Olesno eine Kirche gebaut und eingeweiht wurde, auch ein Priester in dieser seinen Dienst verrichtet haben muss. Es wĂ€re absurd eine Kirche ohne einen Geistlichen zu bauen, da sie dann leer stehen wĂŒrde. Dieser Priester, vielleicht der erste in Olesno, kann - wenn man der Legende glauben darf - jener Andreas gewesen sein.

Ein anderes Argument fĂŒr diese These ist das folgende: Wenn dieses Dokument in Olesno ausgefertigt wurde, so musste es durch jemanden aus dieser Siedlung gegengezeichnet worden sein. Dies konnte nur eine verantwortliche Person gewesen sein, eine wĂŒrdige Person gewissermaßen. In damaliger Zeit könnte als WĂŒrdentrĂ€ger des Ortes sehr wohl ein Geistlicher oder ein Kastellan gedient haben. Den letzteren gab es damals in Olesno noch nicht. Wenn man unsere Legende ernst nimmt, kann man feststellen, dass sich Pfarrer Andreas, der aus den sĂŒdlichen Regionen stammte, aber seine Mutter aus der Gegend bei Rosenberg hatte, einige Zeit nach der denkwĂŒrdige Doppelhochzeit fĂŒr immer in Olesno niederließ. Wahrscheinlich hat der Schreiber der Urkunde dem Andreas daher keine Funktion zugeordnet, weil er zur damaligen Zeit weder ein Priester des Bischofs noch des Herzogs war, dem eine Seelsorge ĂŒber den Ort Olesno hĂ€tte obliegen können. Man kann annehmen, dass nach der Kirchweihe (also auch nach der Ausfertigung der Urkunde) der Bischof einem Priester die Pfarrei zugeordnet hat. Wenn man der Legende Glauben schenkt, kann es jener Andreas gewesen sein, der als allgemein bekannte Persönlichkeit (daher ohne nĂ€her Beschreibung) schon beim Ausfertigen der Urkunde anwesend war. Genauere Informationen zu diesem Ereignis lassen sich heute nicht mehr gewinnen, darum bleiben lediglich Annahmen, gestĂŒtzt nicht nur durch die Legende, sondern auch teilweise durch eine Analyse der noch vorhandenen Dokumente.

ErwĂ€hnenswert ist die Tatsache der Kirchweihe in Olesno selbst. Nur diese Information gibt uns die Urkunde von 1226. Jede Spekulation bezĂŒglich Form und Art der damaligen Kirche ist mit Vorsicht zu genießen. Seit Jahren vorgebrachte Berichte darĂŒber, dass die Kirche gemauert gewesen wĂ€re, obwohl es in der Umgegend viel Lehm gab, haben in den vorhandenen Unterlagen keine BegrĂŒndung. Konzentriert man sich auf die schriftlichen Tatsachen, kann man dagegen annehmen, dass dieses Gotteshaus von Olesno aus Holz war mit den Ausmaßen der heutigen Rochuskirche.

Sicher ist lediglich, dass diese Kirche dem Hl. Erzengel Michael geweiht war, was in einer Urkunde vom 25. April 1374 nachzulesen ist. Ob an der gleichen Stelle vormals ein anderer Bau gestanden hat ist nicht bekannt. Die Legende erwĂ€hnt eine dem Hl. Valentin geweihte Kapelle, die auf die Bitte der Hl. Hedwig gebaut wurde (siehe oben). Diese Behauptung ist weder zu begrĂŒnden, noch zu bestreiten. (Wie es in solchen FĂ€llen ĂŒblich ist, bleiben lediglich Mutmaßungen, voll freier Interpretation, umgeben vom Schleier des Vergessens und heute fĂŒr uns weitgehend unzugĂ€nglich, gewissermaßen halb real, halb legendĂ€r und mĂ€rchenhaft.)

Man sollte an dieser Stellen erwĂ€hnen, dass nach spĂ€teren Urkunden die damaligen Bewohner von Olesno als letzte RuhestĂ€tte fĂŒr ihre Angehörigen ein kleines GrundstĂŒck außerhalb der Siedlung hinter einem Fluss mit dem schönen Namen „Ciurek Oleski“ auswĂ€hlten (heute steht dort das Anwesen der Familie CichoƄ).

Die Urkunde von 1226 gibt nicht nur Auskunft ĂŒber gewisse Personen und Ereignisse, sondern sie gestattet auch einen Einblick in die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse. Darin erwĂ€hnte Waren und ihre Herkunft geben uns Aufschluss ĂŒber die damals bestehenden Handelsverbindungen. Wenn man sich Ă€hnliche Zollurkunden anschaut, z.B. der Orte: Hradec, 3.2.1078 (heute Tschechien); Oppeln, 1169; Oppau, 1198; LeobschĂŒtz, 1224; KarniĂłw, 3.5.1247; Rattibor, 9.3.1290 und andere, kann man die damals bestehenden Handelswege rekonstruieren, die auch durch Olesno fĂŒhrten.

  • Einen im Dokument von 1226 erwĂ€hnten Handelsweg nannte man „Salzstraße“. Diese fĂŒhrte von OlmĂŒtz (in MĂ€hren) ĂŒber LeobschĂŒtz, Oberglogau, Krapkowitz, Oppeln, Olesno, Zarzysk (Skronskau), WieluƄ, Sieradz, Ɓęczycę in Richtung auf Thorn. Aus MĂ€hren wurde damals Salz eingefĂŒhrt, Heringe aus dem Baltikum. Blei (in der Urkunde erwĂ€hnt) war ein Ausfuhrprodukt und kam aus den Gruben von Olkusch und Beuthen (Bytom).
  • Der zweite Handelsweg, der in der Urkunde nicht erwĂ€hnt ist, wurde der „Große“ oder auch der „Königsweg“ genannt (via magna, vel via regna). Dieser fĂŒhrte von Breslau ĂŒber Olesno, Lublinitz, WoĆșniki, Sarsisk (Zarzyska) nach Krakau und von dort nach Lwow (Lemberg) und weiter richtung Osten.

Ohne Weiteres kann man vermuten, dass der Verkehr auf diesen beiden Handelsstraßen, die ĂŒber Olesno fĂŒhrten, sehr stark und umfangreich war, so dass die damaligen Bewohner dieser Gegend als HĂ€ndler bestimmt nicht zur Ă€rmeren Bevölkerung gehörten. Wie aus der Urkunde des Bischofs Laurentius hervorgeht, lohnte es sich fĂŒr eine uns leider nicht nĂ€her bekannte Privatperson, gegen den Willen des Bischofs und des FĂŒrsten eine Zollstelle in Lubecko zu betreiben, die gewiss gute Einnahmen brachte und somit die Einnahmen des Bischofs und des Herzogs schmĂ€lerte. Offensichtlich war es nicht so einfach, diese Stelle zu beseitigen, wenn man die angedrohte Exkommunikation und den Bann bedenkt. Die Auseinandersetzung darĂŒber scheint zum Zeitpunkt der Ausfertigung unserer Urkunden auch schon ihre eigene „Geschichte“ gehabt zu haben.

Der Handel auf dem Gebiet von Olesno hatte nicht nur einen Transitcharakter, sondern auch lokale Bedeutung. Wie aus dem Dokument hervorgeht, waren die ansĂ€ssigen Handelstreibenden vom Zoll befreit, was sicher zur guten Entwicklung des Handels beitrug, sich aber auch fĂŒr das Handwerk in der Siedlung und in ihrer Umgebung positiv auswirkte.

Aus anderen Quellen kann man erfahren, dass außer Salz, Blei und Heringen auch Wolle, Talg, Wachs und Honig, Leder und Vieh sowie selten Pferde nach Olesno eingefĂŒhrt wurden. AusgefĂŒhrt wurden Web- und Tuchwaren, Schmiedewaren, HĂŒte sowie Karpfen, die aus den umliegenden Teichen stammten.

Am meisten erstaunt vielleicht die Aussage dieses Dokumentes ĂŒber den Handel mit Sklaven, von denen eine besondere Kategorie die JĂŒdinnen waren. An anderer Stelle der Urkunde lesen wir aber von einer Gleichstellung im Zollrecht von Christen und Juden, die zu gleichen Zollabgaben verpflichtet waren.

Zur ErlĂ€uterung sei hier erwĂ€hnt, dass damals einem Skojec (Skot) zwei Silbergroschen entsprachen, was einen Gegenwert von einer Elle Flachsleinen darstellte. Ein besonderes Augenmerk verlangt der hohe Zoll fĂŒr einen Wagen beladen mit anderen als den genannten Waren – hier ein Skojec Silber. Man kann annehmen, dass Transporte anderer GĂŒter, z.B. teures Leder, Edelmetalle und Ă€hnliches nicht sehr umfangreich und selten waren.

Weiter ist in dem Dokument die Rede von einer Straßensteuer, die von FußgĂ€ngern und Reisenden in Höhe von zwei Oppelner Groschen erhoben wurde. Zum 1. September 1310 wurde diese Straßensteuer an die Stadt Breslau zum Preis von 100 Mark verkauft. Der EigentĂŒmer der Zollstelle in Olesno war zu dieser Zeit schon der Oppelner Herzog, BolesƂaw I. (1281 – 1313).

Befreit von Zollabgaben waren Geistliche, Ritter, Boten und herzogliche Zöllner und MĂŒnzer. Diese Tatsache ist ein Beleg fĂŒr die Privilegien dieser StĂ€nde bzw. Berufsgruppen, die Vertreter von Verwaltungen, der Herrscher und der Kirche waren. Unser Dokument gilt als die Ă€lteste erhaltene Olesno betreffende Geschichtsquelle. Es informiert uns ĂŒber die VerhĂ€ltnisse in dieser Region, erwĂ€hnt Persönlichkeiten, die mittelbar und unmittelbar mit der Entwicklung des Handelsplatzes Olesno verbunden waren. Die Siedlung erlebte mit Beginn der 20er Jahre des 13. Jahrhunderts einen gewaltigen Aufschwung, gekrönt wurde dieser mit der Vergabe von Rechten einer Kastellanei (Schlossverwaltung) und schließlich einer Stadt.

Andreas Pawlik (aus dem Polnischen ĂŒbersetztvon Klaus Willmann, bearbeitet von Michael Schlese)          zurĂŒck

Die Politische Zugehörigkeit von Rosenberg bis 1396

Die Frage der politischen Zugehörigkeit von Rosenberg / Olesno, beginnend mit der Zeit als Handelsort bis 1396, wird ausgesprochen kontrovers diskutiert. Unter den heutigen Geschichtsforschern ĂŒber Schlesien ist dieses Problem nicht einheitlich gelöst worden:

Festzustellen ist zunĂ€chst, dass in den Jahren 830 – 906 das Gebiet von Olesno dem GroßmĂ€hrischen Reich zugehörte. Anschließend, in den Jahren 921 – 989, gehörte es zu Böhmen, im Jahr 929 wurde es Lehen des Deutschen Königreiches. Am 2. Februar 962 wurde Otto I., der Große (936 – 973), durch Papst Johannes XII. (955 – 964) zum Deutschen Kaiser gekrönt (Hl. Römisches Reich). Ab diesem Datum also gehörte das Gebiet von Olesno zum sogenannten Ersten Reich.

Um 990 im Zusammenhang mit der damaligen politischen Ereignisse, nĂ€mlich der Vereinigung der ethnischen polnischen Lande unter der Herrschaft von Mieszko I. (966 – 992), befand sich das Gebiet von Olesno auf dem Territorium des damaligen Polens und blieb dort bis 1038. Danach kam es wieder unter die Herrschaft Böhmens, als Lehen des Ersten Reiches. Diese Zugehörigkeit dauerte bis 1050, als sich das Gebiet von Olesno wiederum im Besitz des polnischen Königreichs befand, wo es bis zu dessen Aufteilung, also bis zum Jahre 1138 verblieb. Mit diesem Jahr beginnend kam Olesno zum schlesischen Herzogtum, um anschließend ab 1201 dem Oppelner Herzogtum unter dem Herrscher Mieszko I., dem Wankenden, anzugehören. Dieser verstarb 1211, und nach ihm ĂŒbernahm das Oppelner Herzogtum Kazimierz I., der bis zu seinem Tode am 13. Mai 1229 herrschte.

Nach Informationen aus vorhandenen Unterlagen ist sicher, dass im Jahre 1226 Olesno zum Oppelner Herzogtum gehörte. Dieses ist im Dokument des Breslauer Bischofs Laurentius auch zu lesen, der auf ausdrĂŒckliche Bitte des damaligen Herrschers dieses Landes die Zollbestimmungen fĂŒr die Zollstellen in Olesno und Siewierz festschreiben ließ. Wie schon erwĂ€hnt, verstarb der Oppelner Herzog, Kazimierz I., am 13. Mai 1229. Dieses Datum ist bezĂŒglich der politischen Zugehörigkeit von Olesno eine ZĂ€sur, weil danach die politische Zugehörigkeit Schlesiens als Ganzes keine Anhaltspunkte gibt, zu welchem der schlesischen HerzogtĂŒmer das Gebiet von Olesno eigentlich gehörte.

Außerdem ergibt sich noch ein weiteres Problem: Wie ist es möglich, dass das zum Oppelner Herzogtum gehörende Gebiet von Olesno vom Breslauer Herzog Heinrich I., dem BĂ€rtigen, aufgesucht wurde, obwohl ihm dieses Territorium nicht gehörte. Und wie kann es sein, dass er hier ein Jagdschloss erbauen ließ? Dieses ist nicht nur in der obigen Legende von der schönen Rosa und dem edelmĂŒtigen Ritter Woko zu lesen, sondern auch in der Chronik des Priors der Augustiner, August Blazik, der am 11. August 1708 an der Pest in Olesno verstarb. Die gleiche Information kann aus der kurzen Geschichte der Pfarrei von Olesno gewonnen werden, die auf dem Bild des Oppelner Herzogs, WƂasysƂaw II. (1356 – 1401), niedergeschrieben war. Das Bild hing ursprĂŒnglich im Kloster der Augustiner und spĂ€ter in der Pfarrei und verbrannte angeblich im Jahre 1945. Aus den Angaben auf diesem Bild schöpften offensichtlich sowohl Prior Blazik als auch nach ihm Pfarrer Franz Kuschel (1786 – 1801), die beide die GrĂŒndung von Olesno Heinrich dem BĂ€rtigen zuschrieben. Mit dieser Überlieferung befassten sich die spĂ€teren Forscher ĂŒber Olesno, Friedrich Zimmermann und Josef Lompa, die sich ohne Bedenken auf die Angaben der Chronik von Prior Blazik beriefen. Auf jeden Fall ist die Chronik vom Anfang des 13. Jahrhunderts das Ă€lteste geschriebene Dokument, das besagt, dass Herzog Heinrich I., der BĂ€rtige, im Jahre 1208 auf dem GelĂ€nde des heutigen Olesno ein Jagdschloss erbauen ließ.

Kann man dieser Information glauben schenken?

Es ist nicht ausgeschlossen, dass dem so gewesen ist und das Jahr 1208 als Baujahr des herzoglichen Anwesens auf dem Territorium von Olesno angesehen werden kann, so dass sich der Breslauer Herzog, obwohl das Land zum Oppelner Herzogtum gehörte, hier niederließ. Heinrich I. und der damalige Herrscher des Herzogtums Oppeln, Mieszko I., der Wankende, waren nĂ€mlich miteinander nah verwandt. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass das auf Initiative des Breslauer Herzogs erbaute Schloss auch als Ruheort und RaststĂ€tte sowie zu Lustspielen fĂŒr die Angehörigen des Oppelner Herzogs diente.

Im spĂ€ten Mittelalter waren die Grenzen zwischen den HerzogtĂŒmern einerseits vertraglich vereinbart, andererseits konnte es sich durchaus ergeben haben, dass sich ein Ort in GrenznĂ€he zum Herzogtum Oppeln, dem Breslauer Herzog zum Bau eines Jagdschlosses anbot, was nun nicht unbedingt der politischen Zugehörigkeit des Gebietes widersprechen musste. Wenn man dies mit den heutigen ZustĂ€nden vergleicht, kann man feststellen, dass viele BĂŒrger in anderen LĂ€ndern FerienhĂ€user besitzen, obwohl sie nicht BĂŒrger diese Landes sind, wie es auch in diesem Fall gewesen sein mag.

Ein anderes Beispiel fĂŒr den lockeren Zusammenhang zwischen lokalen Ereignissen und der politischen Gesamtlage ist ein Dokument aus dem Jahre 1228: In diesem Jahr wurde ein Vertrag zwischen dem Abt des Augustinerordens auf dem Sande in Breslau, WitosƂaw (1209 – 1230), und dem Breslauer Herzog, Heinrich der BĂ€rtige, ĂŒber das Dorf Zarzyska (Sarsisk, heute SkroƄsko) niedergeschrieben. Das Gebiet, in dem das Dorf lag, gehörte zum Oppelner Herzogtum, regiert von Kazimierz I.

Fassen wir zusammen: Die politische Zugehörigkeit von Olesno im Jahre 1208 zum Oppelner Herzogtum schloss den möglichen Bau eines Jagdschlosses des Breslauer Herzogs Heinrich I., des BĂ€rtigen, nicht aus. Jedoch sind die Ansichten Lompas, der das Schloss als Wehrburg gegen die Tataren bezeichnet, falsch und entbehren jeder Grundlage. Dieses Schloss war auf der Westseite der heutigen Michaeliskirche gebaut worden, also dort wo sich heute die GrĂŒnanlage befindet.

ZurĂŒck zur politischen Zugehörigkeit des Ortes ab dem Jahre 1208.

Man stĂ¶ĂŸt auf weitere Probleme der Interpretation der geschichtlichen Tatsachen. Der Tod des Oppelner Herzogs, Kazimierz I. (13. Mai 1229), bedeutet ohne Zweifel das vorlĂ€ufige Ende der Zugehörigkeit von Olesno zum Herzogtum Oppeln. Der nahe Verwandte Kazimierz I., der uns schon bekannte Heinrich I. bot der Witwe des Kazimierz, Wiola (gestorben 1251), und ihrem minderjĂ€hrigen Söhnen, dem damals 10jĂ€hrigen Mieszko, sowie dem 5jĂ€hrigen WƂadysƂaw Schutz und Hilfe an. Auf diese Weise gelangte das Herzogtum Oppeln und zusammen mit ihm das Gebiet von Olesno unter die faktische Herrschaft des Breslauer Herzogs, Heinrich des BĂ€rtigen, der am 19. MĂ€rz 1238 in Krosno starb.

Erst nach dessen Tode ĂŒbernahm der rechtmĂ€ĂŸige Nachfolger, als Herzog Mieszko II., der Dicke, die Herrschaft ĂŒber das Herzogtum Oppeln und somit auch ĂŒber Olesno. Nach Mieszko dem Dicken regierte von 1246 an im Herzogtum Oppeln WƂadysƂaw I., und sein Nachfolger wurde im Jahre 1282 BolesƂaw I. Nach dessen Tode ĂŒbernahm BolesƂaw II. die Herrschaft im Jahre 1313. BolesƂaw II. regierte das Oppelner Herzogtum bis 1356. Nach ihm erbte das Herzogtum und damit auch Olesno WƂadysƂaw II., der bis zum Jahre 1396 regierte.

Aus dem gesagten geht hervor, das in den Jahren 1229 bis 1238 Olesno vorĂŒbergehend zum Herzogtum Breslau gehörte, jedoch in den Jahren 1238 bis 1396 befand es sich wieder unter der Hoheit des Oppelner Herzogtums. An dieser Stelle wĂ€re noch darauf hinzuweisen, dass das Oppelner Herzogtum ab dem Jahre 1327 Lehen Böhmens war und weiterhin ein Lehen des Ersten Reiches.

So sieht also die politische Zugehörigkeit des Gebietes von Olesno / Rosenberg in Kurzform aus:

  • Von 830 – 906                          zum GroßmĂ€hrischen Reich
  • Von 921 – 989                          zu Böhmen (Čechy, von 929 Lehen des deutschen Königreichs, von 962                                                         Kaiserreich, Erstes Reich)
  • Etwa um 990 – 1039                 zu Polen
  • Von 1039 – 1050                      zu Böhmen (Lehen des Ersten Reiches)
  • Von 1050 – 1138                      zu Polen
  • Von 1138 – 1201                      zum Herzogtum Schlesien
  • Von 1201 – 1229                      zum Oppelner Herzogtum
  •                                                unter Mieszko I, der Wankende, bis 1211
                                                   unter Kazimierz I. bis 1229
  • Von 1229 – 1238                      zum Herzogtum Breslau
  •                                                unter Heinrich I., der BĂ€rtige
  • Von 1238 – 1396                      zum Oppelner Herzogtum
  •                                                unter Mieszko II., dem Dicken, bis 1246
                                                   unter WƂadysƂaw I. bis 1282
                                                   unter BolesƂaw I. bis 1313
                                                   unter BolesƂaw II. bis 1356
                                                   unter WƂadysƂaw II. bis 1396

 Andreas Pawlik (aus dem Polnischen ĂŒbersetzt von Klaus Willmann, bearbeitet von Michael Schlese)        zurĂŒck