Schwingkreise

Wenn man einen aufgeladenen Kondensator an eine Spule anschließt, dann entstehen sinusförmige Schwingungen.
Einen ersten Zugang zum Verständnis der Funktionsweise von Schwingkreisen kann man sich verschaffen, wenn man die Simulation von Walter Fendt für verschiedene Parameter ausführt und den Verlauf von Strom und Spannung beobachtet.
Simulation eines Schwingkreises
Es gibt zwei Arten von Schwingkreisen: den Reihen- und den Parallelschwingkreis.

Reihenschwingkreis

Schaltung


Stromverlauf


Berechnung der Impedanz

Formel
U in V
R in Ω
Induktivität L in H
Kapazität C in F
f in Hz
 
Resonanzfrequenz
induktiver Blindwiderstand XL 
kapazitiver Blindwiderstand XC
Impedanz Z
Stromstäke I
Spannungsfall am Widerstand UR
Spannungsfall an der Spule UL
Spannungsfall am Kondensator UC 

Aufgaben

  1. Beschreiben Sie den Aufbau und die Wirkungsweise des Reihenschwingkreises.
  2. Was versteht man unter Resonanzfrequenz? Wie wird sie berechnent.
  3. Zeichenen Sie die Zeigerdiagramme für die Spannungsfälle und Widerstände
  4. Entwickeln Sie aus dem Zeigerdigramm der Widerstände eine Formel für die Berechnung der Impedanz.
  5. Zeichnen Sie den qualitativen Verlauf der Impedanz Z = g(f).
  6. Eine Reihenschaltung aus einem Widerstand von R = 10 Ω einer Spule mit L = 100 mH und einem Kondensator mit C = 100 µF wird an eine Spannungsquelle mit U = 230 (f = 50 Hz) angeschlossen. Berechnen Sie alle Teilspannungen, den Strom und den Gesamtwiderstand.
  7. Simulieren Sie einen Reihenschwingkreis mit LTSpice.
  8. Leiten Sie die Formel für die Berechnung der Resonanzfrequenz her.
  9. Nennen Sie ein Anwendungsbeispiel für Reihenschwingkreise.
  10. Begründen Sie die Spannungsüberhöhung bei Resonanz.
  11. Welche Gefahren können von einer Spannungsüberhöhung ausgehen?
  12. Was versteht man unter Güte eines Schwingkreises?

Parallelschwingkreis

Schaltung


Stromverlauf


Berechnung der Admittanz

Formel

Der ohmsche Widerstand R, der Kondensator C und die Spule L sind parallel geschaltet.

U in V
R in Ω
Induktivität L in H
Kapazität C in F
f in Hz
 
Resonanzfrequenz
induktiver Blindwiderstand XL
kapazitiver Blindwiderstand XC 
induktiver Blindstrom IL
kapazitiver Blindstrom IC
Wirkstrom IR
Gesamtstrom Ig
Impedanz
Admittanz

Aufgaben

  1. Beschreiben Sie den Aufbau und die Wirkungsweise des Parallelschwingkreises.
  2. Was versteht man unter Resonanzfrequenz? Wie wird sie berechnent.
  3. Zeichnen Sie die Zeigerdiagramme für die Ströme und Leitwerte
  4. Entwickeln Sie aus dem Zeigerdigramm der Leitwerte eine Formel für die Berechnung der Admittanz.
  5. Zeichnen Sie den qualitativen Verlauf der Admittanz Y = g(f).
  6. Eine Parallelschaltung aus einem Widerstand von R = 1000 Ω einer Spule mit L = 100 mH und einem Kondensator mit C = 100 µF wird an eine Spannungsquelle mit U = 230 (f = 50 Hz) angeschlossen. Berechnen Sie alle Teilströme, den Gesamtstrom und den Gesamtwiderstand.
  7. Simulieren Sie einen Parallelschwingkreis mit LTSpice.
  8. Leiten Sie die Formel für die Berechnung der Resonanzfrequenz her.
  9. Nennen Sie ein Anwendungsbeispiel für Parallelschwingkreise.
  10. Begründen Sie die Stromüberhöhung im Kondensator und in der Spule bei Resonanz.
  11. Welche Gefahren können von einer Stromüberhöhung ausgehen?
  12. Wie groß ist der Gesamtstrom bei Resonanz?

Inhaltsverzeichnis