Heimatstube
in der alten Schule Wöhren

Die  Museumsinitiative  in OWL e.V. hat unter dem Thema "Museen in Bewegung" einen Wegweiser zu den Museen in Ostwestfalen/Lippe erstellt. Mit ihren unterschiedlichen Aktivitäten zielen die Museen und die Museumsinitiative auf die Verbesserung der Arbeit in den Museen, auf die Qualifizierung der Menschen, die in den Museen arbeiten, und auf die Information und Einbindung der Besucherinnen und Besucher. Sie vor allem sollen auf verschiedenen Wegen von der Vielfalt der Museen, Heimathäuser und -stuben, Museumseisenbahnen, Mühlen und anderen musealen Einrichtungen erfahren.

Unter der Nr. 11 heißt es dort:

 "Die Wöhrener  Heimatstube befindet sich in der alten Schule an der Wöhrener Straße. In den ehemaligen Wohnräumen der Lehrerschaft sind heute eine  Bauernstube aus der Zeit um 1900, eine original eingerichtete Küche mit  Zigarrenmachertisch, eine Ausstattung für die Hausschlachtung, eine  Schusterwerkstatt sowie Geräte für die Hauswirtschaft und das Handwerk zu  sehen."  » Fotos

Die lokale Presse ("WB") berichtete am 21.9.2001 über die Erweiterung der Wöhrener Heimatstube.  

hier ein Ausschnitt vom Originaltext:

Wöhrener Heimatverein richtet neuen Raum in der alten Schule ein
"mehr platz für alte Werkzeuge" (tho)

" In der alten Schule gegenüber der Gaststätte "Wöhrener Krug" steht jetzt ein zweiter, etwa 15 qm großer Raum zur Ausstellung von alten Karten, Kleidungsstücken und Werkzeugen zur Verfügung.

Die Heimatfreunde haben im Laufe der Zeit so viele Gegenstände zusammengetragen, das der Platz nicht mehr ausreichte, alles angemessen darzustellen. Durch den zusätzlichen Raum hat die hölzerne Waschmaschine jetzt eine eigene Ecke. Das Schusterwerkzeug liegt geordnet auf einem Tisch. Und der Gehpelz, in dem 1945 ein Mädchen aus Schlesien flüchtete, hängt sorgsam hinter Glas.

Vereinsvorsitzender Günter Knobloch hat sie nicht gezählt, aber es mögen mehr als tausend Ausstellungsstücke sein, die in der alten Schule jetzt zu sehen sind. Lange hatte der Verein mit der Stadt verhandelt, dann war der Weg frei für die Renovierung. Zehn Handwerker aus den eigenen Reihen setzten sich mit viel Freizeit für die Umgestaltung ein.

Jetzt dient eine Vitrine als Raumteiler, darin sind die Bücher und alte Dokumente zu sehen. Wo früher die Lehrer gewohnt haben, ist ein Webstuhl auszuprobieren; wo früher die Lehrbücher lagerten, ist das Zubehör für eine Hausschlachtung zu finden. Hier das Werkzeug eines Zigarrenmachers, dort die Hobelbank eines Tischlers.

Die Einträge im alten Kassenbuch einer Schmiede sind mit  gestochener  Schrift gemacht. Da darf man annehmen,  daß damals in dieses Buch  erst abends in aller Ruhe geschrieben wurde. "

Bis hierher der Originaltext von (tho), "WB" vom 21.9.2001.

Übrigens: Beim Betrachten des Kassenbuches habe ich festgestellt, daß mein Großvater  Kunde dieses Schmiedes war.  Mehrere Einträge weisen darauf hin.