30 Jahre Taekwondo
Rolf Reisenhofer-Hinz feiert Jubiläum
Am 19.06.2004 feierte die Taekwondosparte des ASC-Pollhagen-Nordsehl erstmals seit ihrem nunmehr siebenjährigen Bestehen ein Sommerfest zum Ausklang des erfolgreichen 1. Halbjahres.
Eine besondere Note erhielt das Sommerfest durch die Ehrung von Trainer Rolf Reisenhofer-Hinz zu seinem 30-jährigem Taekwondo-Jubiläum. Spartenleiter Gerd Besser hob in seiner Ehrenansprache neben der erfolgreichen Trainertätigkeit seine außerordentlichen Kampferfolge in seiner aktiven Kampfzeit hervor.
Rolf war schon seit seiner Kindheit vom Kampfsport begeistert. Mit dem Eintritt in den SC Samurai Stadthagen 1971 beginnt der erfolgreiche Weg des im Februar 1961 geborenen jungen Kampfsportschülers, auch bekannt unter seinem Spitznamen „Reise“. Bis 1974 praktizierte er Judo und errang den 1.Kyu, also den braunen Gürtel. Danach widmete er sich dem Taekwondo und legte nach bereits vier Jahren als bester seiner Gruppe die Prüfung zum
1.Dan ab. 1976 wurde er bereits Deutscher Vizejugendmeister. Neben zahlreichen Qualifikationsturnieren und Meisterschaften in verschiedenen Gruppierungen erkämpfte sich Reise bei den Deutschen Meisterschaften von 1978 bis 1983 immer einen der ersten drei Plätze. Von 1976 bis 1985 wurde er ohne Unterbrechung Landesmeister des Verbandes Niedersachsen. Sein auch für ihn schönster Erfolg war der Ländervergleichskampf Deutschland-Korea 1982. Hier errang Reise als einziger seiner Mannschaft Platz 1 im Einzelkampf.
Doch nicht nur im Kampf war er aktiv. Reise war auch von 1984 bis 1987 im Demonstrationsteam, in dem neben den unterschiedlichsten Bruchtests alle denkbaren Taekwondo-Elemente ausdrucksvoll vorgeführt wurden. Für seine Erfolge erhielt Reise Ehrungen wie die Würdigungsurkunde der Sportjugend von Hameln 1981 und 1983 sowie die Ehrennadel in Silber mit Diplom des niedersächsischen Judo-Verbandes am 21.04.1979.
Auch als Trainer war Reise aktiv. Ab 1981 trainierte er die Schüler des SC Samurai Stadthagen. Zwischendurch war er auch im Hamelner Verein als Trainer aktiv. Seit 1997 trainiert er erfolgreich die Taekwondoka des ASC-Pollhagen-Nordsehl. Angefangen mit ca. einem Dutzend Schüler baute er die Taekwondosparte kontinuierlich auf. Nunmehr gehören der Sparte rd. 100 Taekwondoka an. Auch die Turniererfolge der Taekwondoka bei den Meisterschaften de letzten Jahre kann man zu den “Früchten“ seiner erfolgreichen Trainingsmethode rechnen. Allein das erfolgreiche Turnier- und Mannschaftsjahr 2003, in dem die Seniorenmannschaft im Team- und Synchronlauf die Landesmeister und Schüler Daniel Heine in der Kategorie Kampf den Landesmeister stellten, sprechen für sich bzw. für Reise.
Zusammenfassend steht Reise für eine ruhm- und siegreiche Erfolgs-Story, die ihresgleichen sucht. Wie es dazu kam? Nun, wie der Jubilar selbst erzählt, hat er im Kampf immer alles gegeben, was er konnte. Außerdem war „der Kampf“ für ihn – nach seinen eigenen Worten – „immer ein Kampf ums Überleben“. Seine Erfolge sind für Rolf jedoch nicht das entscheidende, was Taekwondo ausmacht. Für Rolf war und ist Taekwondo nicht nur Kampfsport, sondern eine Lebensphilosophie, d.h. das was Taekwondo ausmacht, nämlich die geistige Haltung, die beim Erlernen des Taekwondo unmittelbar die charakterlichen Eigenschaften des Schülers formt. Die fünf wichtigsten Schwerpunkte dieser Philosophie: Höflichkeit, Integrität, Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und Unbezwingbarkeit sind für Rolf Lebensinhalte geworden.
Wie er selbst sagt, ist im Taekwondo nicht entscheidend, welche Erfolge man erzielt. Für Rolf gilt das Gebot, „auf den Boden zu bleiben“. Daß er nach dieser Einstellung lebt, kann jeder, der Rolf kennt, bestätigen. Für Rolf ist es im Taekwondo in seiner Funktion als Trainer wichtig, neben seinen langjährigen Erfahrungen auch ein Stück weit dieser Lebenseinstellung an seine Schüler weiterzugeben. Zu Ehren seines Jubiläums erhielt er aus der Sammlung seiner Schüler, des Vereines und mit der Beteiligung seiner „alten Kampfgefährten“ wie Gerd Bäsler, Lorek, Hans-Jürgen Schlewinski, Wolfgang Falke, Wolfram Lommatzsch, Willi Steinert u. a., die als Überraschungs-Ehrengäste zur Jubiläumsehrung bei dem Sommerfest erschienen sind, ein edles Schwertset mit Jubiläumsurkunde. Von einem „alten Weggefährten“ erhielt er seinen 1. schwarzen Gürtel mit seinem Namenszug zurück, den sich der Kampfgefährte vor 18 Jahren von Rolf einmal geliehen hatte. Rolf zeigte sich sichtlich gerührt und hatte große Freude, sich mit seinen „Weggefährten“ über die alten Zeiten zu plaudern. Er selbst hob die gute Zusammengehörigkeit und Kameradschaft im Verein hervor und hofft, das es weiterhin so gut läuft. Wir hoffen, dass Rolf dem Taekwondo auch weiterhin treu verbunden bleibt.


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5-jähriges Jubiläum