Motorschaden an VW-Golf
1.4 16V, FahrgestellNr.:WVWZZZ1JZXW556447
Typ 1J12G4, Motor AKQ
Sehr
geehrter Damen und Herren,
das Fahrzeug mit der o.a. Fahrgestellnummer hat am 30.5.2003 einen
Motorschaden erlitten.
Es hatte sich der
Kunststoffring der oberen Zahnriemen-Spannrolle gelöst und war in mehrere
Teile zerbrochen.
Die Kunststoffteile
hatten sich dann innerhalb der Zahnriemenabdeckung verklemmt und ein
überschlagen des Zahnriementriebes verursacht, wobei dann die Motorsteuerung
versagte und die Kolben auf die Ventile geschlagen sind.
Über die von der
Vertragswerkswerkstatt vorgenommene Kulanzanfrage hatten Sie zunächst eine
50% Kostenübernahme auf Ersatzteile zugesagt, nach einer telefonischen
Beschwerde über die Service-Nummer wurde diese Kulanzgewährung auf eine 50%
Kostenübernahmen auf Ersatzteile und Lohnkosten erweitert.
Mit dieser Regelung bin
ich nicht einverstanden.
Das Fahrzeug ist drei
Jahre alt und hatte zum Zeitpunkt des Schadens eine Laufleistung von 60.000
km.
Hier kann wohl nicht von
einer übermäßigen Beanspruchung oder Abnutzung die Rede sein – zumal nicht
der Zahnriemen gerissen ist sondern sich ein Kunststoffring von der
Spannrolle gelöst hatte.
Dieses führe ich auf
einen qualitativen oder konstruktiven Mangel zurück, da der Kunststoffring
nicht vollflächig mit dem Metall verklebt ist sondern eine nur 1,5 mm breite
umlaufende Riffelung die Verbindung beider Komponenten sicherstellen soll.
Bei
einer vollflächigen Verklebung hätte es nicht zu einem solchen Schaden
kommen können – zumal eine Verbesserung im Cent-Bereich einen Schaden von
rd. € 2.500,-- verhindert hätte.
Recherchen im Internet haben ergeben, dass sich ähnliche Schadensereignisse
bereits mehrfach zugetragen haben, wobei auch höhere Kulanzregelungen
genannt sind.
Da der
Motor nicht komplett ausgetauscht sondern im Rahmen der Schadenminderung der
Schaden durch Tausch des Zylinderkopfs mit Nockenwelle etc. behoben wird
bleibt ein mögliches Risiko auf Beschädigung der Kurbelwelle incl.
Kurbelwellenlager und damit verbunden ein möglicher Totalausfall oder
zumindest eine kürzere „Lebenserwartung“ des Motors bestehen (siehe Foto –
Einschlagstellen auf Kolben).
Dieses
Risiko liegt allein auf meiner Seite !
Ich
bitte Sie mir hier ein höheres Kulanzangebot zu unterbreiten, des weiteren
möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich bereits das zehnte VW- / Audi-
Fahrzeug fahre und zur Zeit noch zwei weitere Fahrzeuge des Konzerns
innerhalb der Familie (drei Söhne) fahren.
Eine
positive Regelung Ihrerseits wird sicherlich einen Einfluss auf mögliche
zukünftige Kaufentscheidungen haben.
In
Erwartung einer positiven Nachricht verbleibe ich zunächst
mit freundlichen Grüßen