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Archiv
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| Hier einige aktuelle Presseberichte:
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Westfalen Blatt, 19.06.2010 (www.westfalenblatt.de) |
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Fünf junge Schleiereulen
bekommen Ring verpasst
Aktion mit Landschaftswart Erwin Mattegiet
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| Die wissbegierigen Schüler wollen die Schleiereulen berühren und anschauen. Die Beringung an der Nordstraße hat geklappt. Fünf junge Tiere sind mit Kennringen versehen worden. Foto: Witold Guzik |
Bad Oeynhausen-Eidinghausen (WB). Fünf junge Schleiereulen sind jetzt in der Trafostation an der Nordstraße mit Kennringen versehen worden. Bei der Aktion waren auch Schüler der Hauptschule Nord dabei.
Wolfgang Heper von der AG Naturschutz Bad Oeynhausen betreut an jedem Freitagnachmittag ehrenamtlich eine AG der Hauptschule, die sich ausschließlich mit dem Naturschutz befasst. Der Naturerlebnis-Pädagoge führt mit seinen Schützlingen Exkursionen durch, macht am Karbach Wasseranalysen oder bastelt Nistkästen für Fledermäuse.
Nun konnte er mit seinen Schülern einer Schleiereulen-Beringung beiwohnen. Alle zwölf Schüler schauten dem Eulenberinger Jan Brunkhorst gespannt zu und durften auch die Dunenjungen zum Beringen in die Hand nehmen. Als alle fünf Jungeulen mit Alu-Armbänder versehen waren, brachte sie Landschaftswart Erwin Mattegiet wieder in den dunklen Eulenkasten, in dem sie nachts wieder von den Eltern mit Mäusen versorgt werden.
Zum Greifvogelschutzprogramm der AG-Naturschutz Bad Oeynhausen und der AG-Schleiereulenschutz im Altkreis Minden gehört alljährlich die Bestandsaufnahme und die Beringung der Schleiereulen. Zwei äußerst schwache Mäusejahre haben zu teilweise katastrophalen Bestandseinbrüchen geführt.
Mit so genannten Mäuseburgen und dem Verteilen von Schlachtabfällen versuchten die Naturschützer die Hungersnot der Greife zu lindern. Offensichtlich hat sich die Population der Feldmäuse unter der schützenden Schneedecke des letzten harten Winters wieder gut erholt. Landwirte und Gartenbesitzer klagen bereits über eine Unzahl von Mauselöchern.
Es würden bis zu 15 dieser Löcher pro Quadratmeter gezählt. Deshalb rechnen die Naturschützer wieder mit einer höheren Reproduktionsrate der nützlichen Mäusejäger. Sechs ehemalige Trafo-Türme wurden von den Bad Oeynhauser Naturschützern zu Nistplätzen für Schleiereulen und Turmfalken umfunktioniert.
Während auf dem Dachboden der Turmstation Schleiereulen brüten, ist in den Nistkästen außerhalb des Gebäudes die Kinderstube der Turmfalken.
Obwohl beide Greife das gleiche Nahrungsspektrum, nämlich Mäuse, haben kommt man sich bei der Jagd nicht in die Quere. Während der Turmfalke am Tage nach Mäusen jagt, ist die Schleiereule ausschließlich nachts aktiv.
Interessierte Bürger können, wenn sie die Möglichkeit haben, von den Bad Oeynhauser Naturschützern Falken oder Eulen-Nistkästen bekommen.
www.ag-natur.de
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Copyright Westfalen-Blatt 2010. Texte und Fotos aus dem Westfalen-Blatt sind urheberrechtlich geschützt.
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Mindener Tageblatt, 17.06.2010 (www.mt-online.de) |
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Zaghafter Protest gegen die Beringung
Sechs junge Turmfalken bekommen auf Hof Traue in Warmsen Kennmarken der Vogelwarte Helgoland
Von Christiane Buuck
Warmsen (cbu). Einem Schauspiel der besonderen Art durften Nachbarn und
Freunde auf dem Hof von Familie Traue in Warmsen zusehen und dabei
helfen, sechs junge Turmfalken, die in einem Nistkasten für Schleiereulen auf
dem Dachboden des Wohnhauses das Licht der Welt erblickt hatten, zu
beringen.
Lautes Protest-Tschilpen war zu hören, als Jan Brunkhorst und Sascha Traue
die etwa drei Wochen alten Turmfalken aus dem Nistkasten holten.
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Ein bisschen Skepsis auf beiden Seiten bei der Falkenberingungsaktion in Warmsen. Foto: cbu |
Eigentlich
sollten hier Schleiereulen brüten, aber die mussten frühzeitig das Feld räumen
und sich eine andere Bleibe suchen, als das alte Turmfalkenpaar vor einigen
Wochen diese Brutstätte für sich auserkoren hatte.
Gerd Neuhaus aus Minden und Jan Brunkhorst aus Petershagen arbeiten in
der Arbeitsgemeinschaft Schleiereulenschutz im Altkreis Minden und betreuen
mit insgesamt zwölf Mitarbeitern die 260 Schleiereulenkästen im Altkreis. Gerd
Neuhaus ist offizieller Beringer und hat die entsprechende Berechtigung des
Instituts für Vogelforschung, der Vogelwarte Helgoland. Dort werden alle
gesammelten Daten gespeichert und später dann ausgewertet.
Durch das Beringen können relativ sichere Angaben über den regionalen Bestand gemacht werden, außerdem bekommt der Brutplatz-Hauseigentümer regelmäßig ein Datenblatt mit den Beringungs- und Wiederfunddaten „seiner“ Schleiereulen, erklärt Neuhaus.
Die Eulenkästen werden im Wittekindshof gefertigt. Für 15 Euro kann jeder, der bereit ist, den Greifvögeln einen Brutplatz bereitzustellen,
einen solchen Nistkasten erwerben.
Im vorigen Jahr hat Neuhaus insgesamt etwa 100 Beringungen durchgeführt, in manch anderen Jahren lag diese Zahl auch schon über 400.
Durch die Beringung bestehe die Möglichkeit, Verhalten, Alter der Tiere und Ortswechsel bestimmen. So habe man eine Schleiereule in über
tausend Kilometer Entfernung, in Jugoslawien entdeckt und wieder ein anderes, in Friedewalde beringtes Tier, auf den Orkney-Islands, weiß
der Vogel-Aktivist.
Auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Schleiereulenschutz (www.schleiereulenschutz.de) finden Interessierte sehr viele Details. Anders als die Schleiereule zählt der
Turmfalke zurzeit nicht zu den gefährdeten Tierarten. Neuhaus weiß von 33 bekannten Brutpaaren im Altkreis, allerdings sei die wirkliche Zahl
erheblich höher, denn Turmfalken bebrüteten nicht nur Nistkästen, sondern auch Spalten, Höhlen und von anderen Vögeln verlassene Nester,
deren genaue Standorte nicht bekannt seien.
Sascha Traue und seine Familie können das Verhalten ihrer „Untermieters“ gut beobachten. „In einiger Entfernung vom Haus hören wir
immer das lautstarke Gezeter bei der Futterübergabe der Altvögel, bevor dann die Jungtiere die Beute überreicht bekommen“, weiß der Jäger
und engagierte Tierschützer zu berichten.
Turmfalken
Den in Europa, Asien und Afrika weit verbreiteten Turmfalken erkennt man sehr gut an seinem Rüttelflug, aus dem er sich im Sturzflug auf seine Beute, Mäuse, Insekten, Eidechsen und manchmal kleinere Singvögel, auf dem Boden stürzt. Der Turmfalke ist rund 35 Zentimeter groß hat eine Flügelspannweite: bis zu 75 Zentimeter. Er bevorzugt Brutplätze in Nähe von Menschen, in Spalten von Bauwerken, aber auch in verlassenen Nestern. (cbu)
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Neue Westfälische, 12.06.2010 (www.nw-news.de) |
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Wieder mehr Schleiereulen
Bad Oeynhausen (clu). „Das ist schon ein guter Wurf“, sagt Erwin Mattegiet von der Arbeitsgruppe Natur- und Umweltschutz. Fünf junge Schleiereulen wurden gestern am Trafohäuschen, das die Eulen zum Nisten nutzen, beringt. Jan Brunkhorst, Beringer aus Petershagen, wurde bei der Arbeit ganz genau beobachtet – von den Mädchen
und Jungen der Hauptschule Nord, die mit Naturführer Wolfgang Heper zum Backsteinturm gekommen waren. Vor allem die Mädchen riefen „Oh, wie süß“, als Mattegiet die weißgefiederten Greifer aus dem Transportkorb nahm. Mattegiet hofft, dass wegen der zunehmenden Mäusepopulation auch die Eulen wieder mehr werden.

Ganz behutsam: Der 11-jährige Marcel, Schüler der Hauptschule Nord, hält eine junge Schleiereule in der Hand, während Jan Brunkhorst sie beringt. Im Hintergrund stehen seine Mitschüler.
FOTO: CHRISTIAN LUND
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Copyright Neue Westfälische 2010. Texte und Fotos aus der Neuen Westfälischen sind urheberrechtlich geschützt.
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Westfalen Blatt, 12.06.2010 (www.westfalenblatt.de) |
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Elf Turmfalken Untermieter
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| Ein junger Turmfalke. |
Vlotho (WB/ke). Helene und Helmut Linke in Vlotho-Bad Senkelteich (Kreis Herford) freuen sich über eine besondere Einquartierung: In zwei Nistkästen wachsen elf Turmfalken auf. Naturschützer zeigen sich von den benachbarten Bruten und der Anzahl des Greifvogelnachwuchses überrascht. »Falken sind auf Feldmäuse angewiesen.
Ein Zeichen, dass viele unter dem Schnee überwintert haben«, sagt der Landschaftswart Erwin Mattegiet aus Bad Oeynhausen. |
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Copyright Westfalen-Blatt 2010. Texte und Fotos aus dem Westfalen-Blatt sind urheberrechtlich geschützt.
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Westfalen Blatt, 12.06.2010 (www.westfalenblatt.de) |
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Die Falken kehren zurück
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| Helene Linke und die zehnjährige Vanessa Nolting vor dem Haus mit den Greifvögeln im First. Vor Jahren berichtete die VLOTHOER ZEITUNG bereits über eine einzelne Brut der Turmfalken an der Senkelteichstraße. |
Untermieter: Erstmals elf junge Greifvögel in zwei Nistkästen unter dem Dach an der Senkelteichstraße
Von Reinhard Kehmeier
Vlotho-Valdorf (VZ). So viele Untermieter gab es noch nie im Hause Senkelteichstraße 29: Elf Turmfalken werden in zwei Nistkästen aufgezogen. Naturschützer sind überrascht.
»Seit 15 Jahren sind die Kästen unter den Dächern von Haupt- und Nebengebäude aufgestellt«, berichtet Anwohnerin Helene Linke (58). Sieben Jahre dauerte es, bis sich erstmals ein Turmfalke niederließ. Dann kam es häufiger zu Bruten. »Aber es waren meist nur drei Jungvögel«. In diesem Jahr zählte Helmut Linke hoch oben unter dem First des Hauses im Kasten sechs junge Vögel. Und in einer später begonnenen Brut jetzt noch einmal fünf - im zweiten Kasten nebenan im Gebäude. Dort gibt es gleichfalls einen Durchschlupf in den Dachboden. »Erstmals sind beide Kästen bewohnt«, freut sich Helene Linke.
Helmut Obernolte aus Exter, der sich für den Naturschutzbund (NABU) unter anderem um Greifvögel in Vlotho kümmert, ist sehr überrascht und spricht von einem seltenen Fall: »Eigentlich brüten die Greife mit einem viel größeren Abstand. Und normalerweise haben sie sehr unter einem strengen Winter zu leiden.« Doch offenbar sei das Nahrungsangebot größer als gedacht. Obernolte weiß von mehreren Turmfalken-Bruten in Vlotho, unter anderem an der Wilmerei und in alten Trafo-Stationen. Sie werden auch von Fledermäusen und Schleiereulen genutzt. Letztere waren früher ebenfalls Untermieter bei der Familie Linke in Bad Senkelteich. »Falken und Eulen kämpfen um die Nester«, hat die Anwohnerin auf dem Grundstück nahe der Hohenhauser Straße beobachtet. Kleine Nischen und Verstecke locken die Vögel. Diesmal haben hoch über der Linnenbeeke, umgeben von Wiesen, Buschwerk und Baumbeständen, die Falken das Revier erobert.
Vanessa Nolting (10), die ebenfalls mit ihrer Familie unter dem Dach mit den Greifvögeln lebt, berichtete im Weser-Gymnasium von den vielen jungen Turmfalken in diesem Jahr. Ihr Biologielehrer blieb skeptisch.
Erwin Mattegiet, ehrenamtlicher Landschaftswart im benachbarten Bad Oeynhausen, ist hoch erfreut von der Nachricht aus Vlotho: »Das ist wunderbar. Ich hoffe, dass wir bald wieder ein paar mehr Turmfalken haben. Sie brüten nur einmal im Jahr. Dies ist ein guter Wurf in Bad Senkelteich, eine stolze Anzahl. Meist ist bei vier Schluss.«
Vieles sei eingegangen im harten Winter. Die Bruten in Senkelteich wertet Mattegiet als ein Zeichen, dass die Mäusepopulation gut unter dem Schnee überwintert hat: »Turmfalken sind fast zu 90 Prozent auf Feldmäuse angewiesen. Sie sind nützliche Mäusevertilger. Das kommt der Landwirtschaft zugute.«
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| Das Weibchen am Nistplatz: Es gilt, sechs Schnäbel zu stopfen. |
Als so genannte Kulturfolger, die einst im Fels brüteten, steuern die Falken auch hohe Gebäude an, um hier den Nachwuchs aufzuziehen. Erwin Mattegiet gehört dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz an. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, dass weitere Nistplätze für Turmfalken und Schleiereulen geschaffen werden. Etwa 40 so genannter Nisthilfen wurden bereits aufgestellt. Sie sind in den Werkstätten des Wittekindshofes angefertigt worden.
»Wir können noch Nisthilfen abgeben«, sagt Mattegiet. »Wer eine davon haben möchte, weil er vielleicht eine Scheune hat, kann sich per Internet mit uns in Verbindung setzen.«
www.ag-natur.de Die Bestandszahlen nehmen ab
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist nach dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel in Mitteleuropa und in Deutschland. Er ist kein ganz seltener Vogel, dennoch
gehen nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) die Bestandszahlen langsam, aber stetig zurück. Auch deshalb war er zum Vogel des Jahres 2007 gekürt worden. Der
schnelle Beutegreifer kann Mäuse und andere Kleintiere auch auf große Distanzen erspähen und dann blitzschnell mit seinen Krallen erlegen.
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Copyright Westfalen-Blatt 2010. Texte und Fotos aus dem Westfalen-Blatt sind urheberrechtlich geschützt.
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Neue Westfälische, 19.01.2010 (www.nw-news.de) |
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| Noch jung: Lisa Berens unterstützte die Naturschützer im vergangenen Jahr bei der Beringung der Schleiereulen. Auch diese Vögel leiden unter den Schneemassen, die das Jagen fast unmöglich machen. Fotos: Witold Guzik |

In guten Händen: Die AG Naturschutz hat für Eulen Mäuseburgen gebaut. |
Schlechte Zeiten für Mäusejäger
In harten Wintern finden Greifvögel kaum Nahrung
Von Erwin Mattegiet
Kreis Minden-Lübbecke (nw). Wegen des anhaltenden harten Winters wurden in vielen Gärten, auf Terrassen und Balkonen Futterplätze für heimische Singvögel angelegt, um sie vor dem Verhungern zu bewahren. Noch größere Nahrungsprobleme haben zurzeit jedoch die Greifvögel, wie die Arbeitsgruppe Naturschutz Bad Oeynhausen mitteilt.
Bei hohen Schneelagen geht es vielen Greifvögeln schlecht. Harte Winter bedeuten vor allem für Mäusejäger schlechte Zeiten. Dann geschieht es nicht selten, das Mäusebussarde am Straßenrand überfahrene Tiere fressen. Auch Plätze mit ausgelegten Schlachtabfällen werden gerne aufgesucht. Sperber und Turmfalken versuchen an Futterplätzen Kleinvögel zu schlagen. Eulen lassen sich nicht mit Fleisch füttern , denn sie schlagen nur lebende Beute.
Bei einer Schneehöhe von etwa 7 Zentimeter kommen die nachtaktiven Schleiereulen nicht mehr an ihre Hauptbeutetiere, die Feldmäuse. Weil Schleiereulen keine körpereigenen Fettreserven anlegen können, müssen sie binnen weniger Tage verhungern. Es komme zu Bestandseinbrüchen von bis zu 90 Prozent. Deshalb haben Mitglieder der Bad Oeynhauser AG Naturschutz an mehreren Stellen sogenannte Mäuseburgen angelegt. Sie bestehen aus schneefreien, geschützt angelegten Strohhaufen die mit Getreide oder trockenem Brot unterlegt werden, um Feldmäuse anzulocken.
Durch das Rascheln der krabbelnden Mäuse werden die Eulen angelockt und holen sich die Beute im Sturzflug. Solche Maßnahmen seien nur kleine Hilfen. Wichtiger sei, das Landwirte ihre Scheunen und Dachluken öffnen, damit die nützlichen Mäusejägerauch dort jagen können. Besonderer Dank der Vogelschützer gehöre Kreislandwirt Rainer Meyer aus Dehnre, der spontan Stroh und Getreide zur Verfügung stellte. Weitere Infos: www.schleiereulenschutz.de und www.ag-natur.de
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Copyright Neue Westfälische 2010. Texte und Fotos aus der Neuen Westfälischen sind urheberrechtlich geschützt.
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Mindener Tageblatt, 19.01.2010 (www.mt-online.de) |
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Greifvögel hungern bei Eis und Schnee
Besonders Schleiereulen gefährdet / Naturschützer bauen so genannte „Mäuseburgen“
Hille (mt). In einem harten Winter hungern die Greifvögel. Besonders betroffen sind Schleiereulen. Darum bauen Naturschützer für sie „Mäuseburgen“.
Wegen des anhaltenden harten Winters wurden in vielen Gärten auf Terrassen und Balkonen Futterplätze für heimische Singvögel angelegt, um sie vor dem Verhungern zu bewahren. Noch größere Nahrungsprobleme haben zur Zeit Greifvögel.
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| Ein Mäusebussard sucht nach Beute. Foto: Witold Guzik / privat |
Bei hohen Schneelagen geht es vielen von ihnen schlecht. Harte Winter bedeuten nach Auskunft von Landschaftswart Erwin Mattegiet vor allem für Mäusejäger schlechte Zeiten. Dann geschieht es nicht selten, dass Mäusebussarde am Straßenrand überfahrene Tiere fressen. „Das nennt sich Fallwild kröpfen.“ Auch Plätze mit ausgelegten Schlachtabfällen werden gerne aufgesucht.
Sperber und Turmfalken versuchen, an Futterplätzen Kleinvögel zu schlagen. Eulen lassen sich nicht mit Fleisch füttern, denn sie schlagen nur lebende Beute.
Bei einer Schneehöhe ab sieben Zentimeter kommen die nachtaktiven Schleiereulen nicht mehr an ihre Hauptbeutetiere, die Feldmäuse. Weil Schleiereulen keine körpereigenen Fettreserven anlegen können, verhungern sie binnen weniger Tage. „Es kommt zu Bestandseinbrüchen von bis zu 90 Prozent“, sagt Erwin Mattegiet. Deshalb haben Mitglieder der Arbeitsgruppe Naturschutz an mehreren Stellen Mäuseburgen angelegt. Sie bestehen aus schneefreien geschützt angelegten Strohhaufen, die mit Getreide oder trockenem Brot unterlegt werden, um Feldmäuse anzulocken.
Durch das Rascheln der krabbelnden Mäuse werden die Eulen angelockt und holen sich die Beute im Sturzflug. Solche Maßnahmen seien, berichtet Erwin Mattegiet, aber nur kleine Hilfen. Wichtiger sei es, dass Landwirte ihre Scheunen und Dachluken öffneten, damit die nützlichen Mäusejäger dort jagen könnten.
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